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Was muss beim Kauf eines GPS-Empfängers beachtet werden?

Überall wird heutzutage auf Technik gesetzt, auch beim Wandern. GPS-Empfänger lösen Landkarten ab und helfen bei der präzisen Planung und Orientierung in Bezug auf die Route. Doch wie findet man als Laie oder Anfänger heraus, welches Gerät das Richtige ist? Wir haben für Sie einige Kriterien zusammengefasst, die helfen sollen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Energieversorgung sichern

So banal es klingt, aber als erstes ist es wichtig, auf die Energieversorgung des Geräts zu achten. Denn was nützt das beste Navigationsgerät, wenn es bereits nach zwei Stunden den Geist aufgibt? Das kann im Übrigen schnell bei Smartphones passieren, die über eine GPS-Funktion verfügen. Das Navigationsprogramm und die Displaybeleuchtung verbrauchen oft so viel Energie, dass das Handy schon nach wenigen Stunden an den Grenzen der Akkulaufzeit angelangt ist. Deswegen empfiehlt es sich, auf ein separates Navigationsgerät zurückzugreifen.

Der Batteriebetrieb gilt im Allgemeinen als unpraktisch und wenig umweltfreundlich, weswegen von ihm abzuraten ist. Geräte mit Akku sind demnach eine gute Lösung. Wer in seinem GPS-Empfänger einen integrierten Akku hat, muss stets darauf achten, dass sich auf der Wanderung immer wieder Möglichkeiten bieten, diesen aufzuladen. Besser sind aufladbare Akkus und Batterien, die sich entnehmen lassen. So können sie unterwegs durch Ersatzbatterien getauscht und bei der nächsten Gelegenheit aufgeladen werden.

Handlich, leicht und strapazierfähig sollte es sein

Die Frage, welches das passende Gerät ist, stellen sich auf gutefrage.net einige Wanderer. Bevor Sie sich entscheiden, müssen Sie sich überlegen, welche Anforderungen Sie selbst an den Empfänger stellen. Wird ein Touchdisplay benötigt und wollen Sie das Gerät auch für andere Sportarten außer Trekking und Wandern nutzen? Neben diesen individuell variierenden Faktoren ist es natürlich wichtig, dass die Menüführung übersichtlich und das Display gut abzulesen ist. Beim Kauf eines GPS-Empfängers sollte auch darauf geachtet werden, ob eine PC-Schnittstelle vorhanden ist. Meist findet sich diese in Form eines Mini-USB-Anschlusses.

Auch Handlichkeit und Gewicht sollten bei der Kaufentscheidung mit einbezogen werden. Sie haben schließlich nichts von Ihrem Gerät, wenn Sie es wegen des zu hohen Gewichts doch zu Hause lassen. Zusätzlich sollte der GPS-Empfänger robust sein, weil es beim Wandern doch immer wieder passieren kann, dass er nass wird oder herunterfällt. Solche Strapazen dürfen einem guten Gerät keine Probleme bereiten oder es gar außer Gefecht setzen.

Am wichtigsten ist der Satellitenempfang

Oberste Priorität hat selbstverständlich dennoch der Satellitenempfang. Recherchieren Sie im Internet nach aktuellen Testergebnissen zu verschiedenen Geräten. Inzwischen haben die meisten GPS-Empfänger empfindliche Empfangsmodule mit kurzen Synchronisierungszeiten. Lediglich bei älteren Gebrauchtgeräten, Multifunktionsgeräten wie dem Handy-GPS und kleineren Geräten wie Armband-Empfängern sollte man Vorsicht walten lassen.

Machen Sie sich mit den Fachbegriffen zum Thema vertraut und entscheiden Sie mit Rücksicht auf folgende Funktionen. Diese sollten bei einem Gerät vorhanden sein:

  • Navigation über Kompass-Seite
  • Navigation mit Kartenseite und optional Nachlademöglichkeiten für elektronische Karten
  • Funktionen, die Wegpunkte, Routen und Tracks betreffen. Dazu zählt die Navigation nach vorab gespeicherten Wegpunkten, Routen und Tracks sowie die Möglichkeit, diese vorher zu speichern und bei Bedarf zu bearbeiten.
  • einstellbares Koordinatensystem und Kartendatum
  • oftmals findet sich ein elektronischer Kompass und ein barometrischer Höhenmesser