© Klaus-Peter Kappest

Funktion für die Fußgängerzone

Kaufberatung

10.08.2016

Manche Begriffe erscheinen so unlogisch wie der „schwarze Schimmel“. So auch die Bezeichnung „Urban Outdoor“. Entweder Outdoor oder Stadt – aber beides? Die Bekleidung und Ausrüstung, um die es hier geht, ist dagegen schlichtweg angenehm. Warum sollte man auch auf Komfortfunktionen im Alltag verzichten?

Outdoorbekleidung ist klasse. Ausgestattet mit vielen Funktionen macht sie eine Wanderung oder eine längere Trekkingtour viel komfortabler, sicherer und einschätzbarer. Kein Problem, wenn es mal regnet, die Jacke hält dicht. Kein Problem, wenn die Sonne sticht, der textile UV-Schutz verhindert einen Sonnenbrand. Keine Bange vor Insekten, die Bekleidung hält sie mir vom Leib, und dank Geruchsschutz gibt es auch kein Naserümpfen bei der Heimfahrt vom Sitznachbarn. 

Wie angenehm wäre es, wenn Alltagsbekleidung das auch böte. Aber bei der heutigen Bekleidung spielen andere Faktoren die Hauptrollen: Günstiger Preis im Handel, billige Produktion und von telegenen Promis transportierte vermeintliche Trends. Gut, wenn Outdoor-Bekleidung nicht immer nach Safari oder Bergsteigen aussieht, sondern auch hinsichtlich des Schnitts und der Optik vielseitig und alltagstauglich ist.  

Genau hier kommt Urban Outdoor ins Spiel. Es lassen sich moderne, modische Schnitte und Taschenlösungen umsetzen, weil nicht der Alpin- oder Hüftgurt vom Trekkingrucksack berücksichtigt werden muss. Jacken können auch mal länger oder schön tailliert daher kommen, weil der Nutzer mit ihnen keine Kletterbewegungen oder Höchstleistungen vollbringen muss. Da lassen sich auch mal andere Materialien einsetzen, weil Komfort und Stil wichtiger sind als der absolute Lightweight-Gedanke. Warum nicht eine coole Lenker- oder Umhängetasche aus Leder? Oder ein Rucksack, der zum Seesack wird, ohne nach Basislager auszusehen? Feine Merinowolle im sportlichen Design und eine Regenjacke, bei der der Hersteller nicht auf schädliche PFC-Imprägnierung besteht, weil sonst die Praxistauglichkeit nicht gut genug sei. Außerdem: brauchen wir wirklich Uhren am Handgelenk, die uns das Wetter vorhersagen, die Richtung weisen, den Puls mitteilen und dazu noch erklären, wie weit wir uns über dem Meeresspiegel befinden? 

Urban Outdoor rückt die mitunter abgehobene Outdoorfunktionalität etwas zurecht und umfasst Funktionsbekleidung und -ausrüstung, die wir tagtäglich benutzen können, die aber ebenso für die Genusswanderung am Wochenende taugt, ohne auf die Basisfunktionen verzichten zu müssen und auszusehen, als ob wir zu einer Expedition aufbrechen.

Hier gibt's den kompletten Artikel als kostenloser PDF-Download.

Ralf-Stefan Beppler

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