© Klaus-Peter Kappest

Im Zwiebellook auch bei Kälte und Nässe wandern

Kaufberatung

03.06.2016

© Engelbert Strauss

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Nie waren Outdoorklamotten und wetterfeste Kleidung so angesagt wie heute. Wenn man sich die Fußgängerzonen Deutschlands einmal anschaut, kann man fast davon ausgehen, dass jeder zweite hierzulande mindestens eine Softshell- oder Outdoorjacke im Schrank zu hängen hat. Für den täglichen Weg zur Arbeiten ist diese Art der Bekleidung aber fast schon überqualifiziert, wenn man denn weiß, wie man die wetterfesten Kleidungsstücke sinnvoll miteinander kombiniert. 

Die meisten Wanderer wissen aus eigener, jahrelanger Erfahrung, welche Textilien und Kleidungsstücke am besten warm und trocken oder angenehm kühl halten. Die hier so gern getragenen Funktionsjacken und Softshell eigenen sich in Kombination mit Funktionswäsche für Winterwanderungen genauso gut, wie Wanderjacke und Regenhose. Wetterfeste Bekleidung zum Wandern muss nämlich nicht immer aus Hightech Materialien bestehen und exorbitant teuer sein. Diese gibt es nicht nur beim Outdoorausstatter. Es lohnt sich auch ein Blick zum Arbeitskleidungsspezialisten Engelbert-Strauss.de, der auch Wetterbekleidung im Sortiment führt, die sich beim Wandern tragen lässt. Die Allwetterkleidung aus dem Alltag oder vom Arbeitsbekleidungsprofi kann durch das Zwiebelprinzip auch problemlos auf Winterwanderungen und bei Regen getragen werden. Wichtig ist dabei bloß, dass die einzelnen Lagen miteinander funktionieren. 

Lage 1:

Funktionswäsche aus Kunstfasermaterial. Bei dem Begriff Kunstfaser denken viele zunächst an Schweiß und feuchte Haut. So ist es aber nur bedingt. Kunstfasern haben die Eigenschaft, nur wenig bis kein Wasser aufnehmen zu können und dieses direkt an andere Bekleidungsschichten abzugeben. Und genau diesen Effekt macht sich Funktionswäsche aus Kunstfasergewebe zu Nutze, denn die hat die Eigenschaft, Feuchtigkeit von innen nach außen zu transportieren. Das gilt nicht nur für Unterhemd und Unterhose, sondern auch für Socken. Socken aus einem Synthetik-Woll-Gemisch sind für Wanderungen optimal. Der Schweiß wird also von der Haut weg transportiert, um körpernah verdunsten zu können. Das ist auch beim Wandern nicht unerheblich, denn beim Kraxeln über alpine Bergpfade oder durch skandinavische Wälder kommt man selbst im Herbst und Winter ganz schön ins Schwitzen.  

Lage 2:

Die zweite Lage kann aus mehreren wärmerückhaltenden Schichten bestehen, also zum Beispiel aus zwei übereinander gezogenen Fleecepullovern oder einem Langarmshirt und einer Fleecejacke. Auch hier sind am besten Bekleidungsstücke aus Kunstfasern geeignet. Leichte Fleeceoberteile sind luftig und bringen kombiniert mit einer zweiten Schicht viel Wärme, ohne Feuchtigkeit zu stauen. Wichtig bei der zweiten Lage ist, dass sie nicht Wasser- und winddicht ist, weil nur so die Feuchtigkeit, die aus Lage eins vom Körper weg transportiert wird, auch tatsächlich an der Oberfläche verdunsten kann. Achtet man darauf nicht, läuft man fast die gesamte Wanderung in schweißnasser Kleidung herum. 

Lage 3:

Die dritte Lage ist der klassische Wetterschutz. Das kann eine Outdoorjacke mit Hightech-Membran sein, oder aber auch ein klassischer Regenponcho mit Regenhose. Die dritte Schicht aber soll nicht nur gegen Wind und Wetter schützen, sie soll auch in einem gewissen Maße atmungsaktiv sein. In der Richtung hat es in den vergangen Jahren viel Bewegung bei den Outdoorausrüstern gegeben. Es gibt inzwischen komplett wasserfeste Jacken mit guter Wasserdampfdurchlässigkeit (für den Schweiß), die nur wenige hundert Gramm wiegen – ideal für Wanderungen, auf denen jedes Gramm Gepäck zu viel mehr Kraft kostet.

Diese Lage darf bei entsprechenden Wetterverhältnissen auch gern ausgezogen werde, denn ihre primäre Funktion besteht darin, vor Wind und Regen zu schützen. Bei Sonnenschein muss sie also nicht getragen werden.


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