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Schlafsack: Welcher ist der Richtige?

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Outdoor-Sportarten waren noch nie so beliebt wie in der heutigen Zeit. Da nicht jeder zum Beispiel im Urlaub nach seinen Aktivitäten in einem teuren Hotel oder einer anderen Unterkunft übernachten möchte, stellt sich dann oft die Frage nach dem richtigen Schlafsack.

Welche Arten von Schlafsäcken gibt es?

Die Wahl des richtigen Schlafsackes ist wichtig, um einen gesunden und erholsamen Schlaf zu bekommen. Die Auswahl im Handel ist groß. Es gibt sie in verschiedenen Formen, Füllungen und Materialien, sodass sie für unterschiedliche Temperaturen geeignet sind. Vor dem Kauf ist es daher wichtig, zu wissen, für welchen Einsatzzweck der Schlafsack gedacht ist. Eine Übernachtung im Sommer auf der Alm in einer Hütte benötigt zum Beispiel einen anderen Schlafsack als in einem Zelt im Schnee.

  • Mumienschlafsäcke können durch ihre spezielle, eng anliegende Form besser die Körperwärme speichern und sind daher in kalten Regionen besser geeignet. Sie besitzen auch einen Abschluss, den man als Kapuze nutzen kann. Da bis zu 30% der Körperwärme wird durch den Kopf abgegeben wird, wird ein Auskühlen so verhindert.
  • Deckenschlafsäcke sind für wärmere Regionen oder den Sommerurlaub geeignet. Sie sind nicht so stark gefüttert, lassen mehr Beinfreiheit zu und sind bei Bedarf auch durch Öffnen des Reißverschlusses in eine einfache Decke verwandelbar.
    - Die Ei-förmigen Schlafsäcke sind ein Kompromiss für kältere Temperaturen und Menschen, die mehr Bewegungsfreiheit benötigen
  • Allergikerschlafsäcke sind nicht nur für Allergiker interessant. Denn wer viel unterwegs ist und oft in Hotel- oder anderen Betten übernachten muss, bedient sich oft eines Allergie-Schlafsackes. In ihn kann man fremde Bettdecken und Kopfkissen einziehen und dann hinein schlüpfen, sodass man beruhigter schlafen kann. Er ist wegen der fehlenden Füllung sehr klein zusammenlegbar, sehr leicht, kochbar und schützt durch sein spezielles Material gegen Milben und Mücken.

Was bedeutet die EN-Norm?

Seit 2005 müssen Hersteller alle Schlafsäcke mit der EU-Norm EN 13537 kennzeichnen. Diese beziehen sich auf die Temperaturbereiche. Es gibt 4 Messbereiche, die unterteilt werden in

  • oberer Grenzbereich, bei dem der Durchschnittsmann ohne starkes Schwitzen schlafen kann
  • Komfortbereich, bei der die Durchschnittsfrau noch schlafen kann, ohne zu frieren
  • Unterer Grenzbereich, bei dem der Durchschnittsmann gerade noch schlafen kann, ohne zu frieren
  • Extrem oder Überlebensbereich, bei dem die Durchschnittsfrau noch keine Erfrierungen bekommt.

Der richtige Umgang

Wer lange Freude an seinem Schlafsack haben möchte, sollte ihn nach der Benutzung erst lüften und anschließend nicht gerollt in dem Packbeutel verstauen, sondern ihn hineinstopfen, so komisch das auch klingt. Denn das ständige Rollen zerstört die Daunen und somit auch den Schlafsack.

Schlafsack richtig verpacken

https://www.youtube.com/watch?v=HAGjzw93Gws

Weiterführende Informationen finden Sie auf http://www.schlafsack.net/ratgeber/