Wandermagazin live 171 - page 23

Moscato ist eine der ältesten Rebsorten überhaupt und stammt wahrscheinlich aus Griechen-
land. Er wird im Piemont seit dem 14. Jh. und heute überwiegend im Belbo-Tal angebaut.
Ansonsten überwiegen rote Rebsorten, aus denen Grignolino d‘Asti, Freisa d‘Asti oder der
bei uns besser bekannte Barbera (Barbera d‘Asti und Barbera del Monferrato) gekeltert wird.
Der Barbera ist auch in anderen Regionen Italiens verbreitet, scheint aber seine Ursprünge
im Monferrato zu haben, wo er schon im 13. Jh. schriftlich erwähnt wurde.
Geologisch gesehen handelt es sich beim Monferrato um eine sehr junge Region. Lange
Zeit lag hier der Grund des früheren Tethis-Meers, der bei der alpidischen Gebirgsbildung
zu einer Hügellandschaft herausgehoben wurde. So kommen hier hauptsächlich helle Ton-,
Mergel-, Sand- und kalkhaltige Sedimentgesteine (ehemalige, verfestigte Meeresablage-
rungen) vor. Diese Bodenbeschaffenheit ist eine Voraussetzung – neben anderen Faktoren
wie Klima und Hangneigung – für den Anbau eines exzellenten Weines.
Die Langa Astigiana – rau, aber beschaulich
Die Langa Astigiana nimmt den südlichsten Teil der Provinz Asti ein. Südlich des breiten
Bormida-Tals, in demmit Bùbbio eines der lokalen Zentren dieser Region liegt, werden Land-
schaft und Klima rauer. Die Berge schwingen sich hier zu Höhen bis 851 m (Bric Buschera
in der Gemeinde Serole) auf und der Weinanbau tritt zugunsten des Haselnussanbaus,
links:
Schmetterling auf Orchidee.
Foto: Marco Demaria
Smaragdeidechse.
Foto: Archivio Ente Parchi
großes Bild:
Beim Heumachen
hilft die ganze Familie.
Foto: Archivio ATL
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