© Klaus-Peter Kappest

Peru: Trekking im Reich der Inkas

Ausgabe 110 – Ausgabe 1/2003

Von Siegfried Maahs. Als wir vor fünf Jahren Thomas und seine peruanische Frau Rosario kennenlernten, nahm das Abenteuer Peru seinen Lauf. Als Bergfreunde waren wir natürlich besonders von der Aussicht fasziniert, die Anden und das Reich der Inkas kennenz

Sonne, Eis und Lamas

Blick auf die Oberstadt von Machu Picchu mit dem heiligen Platz und dem Palast.
Blick auf die Oberstadt von Machu Picchu mit dem heiligen Platz und dem Palast.

Auf der Homepage des South American Explorers Club, über den wir auch unser Kartenmaterial bezogen, fanden wir Berichte über Reisen mit Kindern, die uns in unserem Vorhaben bestärkten. Und mit Familien-Trekkingtouren in Europa hatten wir bereits Erfahrungen gesammelt. Und dann ist es soweit. Nach einem 14-stündigen Flug mit einer Zwischenlandung in der Karibik landen wir in Lima. Am Morgen der auf dem Flughafen verbrachten Nacht bekommen wir auch gleich hautnah die örtliche Mentalität zu spüren. In dem Glauben, uns des gebuchten Inlandfluges nach Cuzco sicher sein zu können, begeben wir uns eine Stunde vor Abflug zum Einchecken an den Schalter.

Vor und hinter dem Schalter herrscht ein nicht erwartetes Durcheinander. Wir sind in ein Gewirr von lautstarken Diskussionen und eindringlichen Rufen eingetaucht, flinke Hände reichen Flugtickets von hinten an uns vorbei. Auf der anderen Seite des Schalters werden die Dokumente hin- und hergereicht. Nach Ablauf von 50 Minuten (etwa 10 cm weiter in Richtung Schalter und etwa 10 Minuten vor dem geplanten Abflug) wird uns endlich gewahr: Das hier angewandte “System“ besteht nicht in der Abfertigung der vor dem Schalter befindlichen Menschenschlange. Während Thomas als erster gerade noch normal eincheckt, bekommen die restlichen sieben mitgeteilt, daß die Maschine bereits voll sei.

Nach zähen Bemühungen können wir dann zum Glück mit späteren Maschinen noch am gleichen Tag die Reise fortsetzen. Allerdings müssen wir uns auf zwei unterschiedliche Fluggesellschaften aufteilen. Dies sollte uns eine Lehre sein. Die nächsten Flüge haben wir uns alle bestätigen lassen und waren mindestens zwei Stunden vor Abreise am Schalter, was sich auch als bitter notwendig erweisen sollte, da kein einziger der gebuchten Inlandflüge wie geplant fliegen sollte. Flüge innerhalb von Peru können ohnehin mit einem gewissen Nervenkitzel verbunden sein (eine Auflistung der Abstürze innerhalb der vergangen Jahre findet man unter www.airsafe.com).

In etwa einer Stunde Flugzeit werden wir von der Pazifikküste auf etwa 3.400 m, in die alte Inkahauptstadt Cuzco, katapultiert. Schon der Flug über die Bergwelt der Anden, die nun langsam Wirklichkeit zu werden beginnt, ist ein Erlebnis.

Cuzco - einst "Nabel der Welt"

In Cuzco nehmen wir Quartier in der Pension Alemana, wo wir von der Inhaberin Verena Forrer de Avendano, einer seit 30 Jahren in Peru lebenden Schweizerin mit einer Tasse Mate de Coca (Coca-Tee) empfangen werden. Die Pension…



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