© Klaus-Peter Kappest

Praxistest Wanderhosen

Ausgabe 112 – Ausgabe 3/2003

Know How

Nicht überall, wo Trekking, Hiking, Mountaineering, Backpacking, Walking oder Outdooren draufsteht, ist auch tatsächlich Wandern drin. Wer nicht unbedingt in heimischen Mittelgebirge oder dem Almengürtel der Bayerischen Alpen das Überleben trainieren will

Wir hatten die Hosen für Sie an!

Mal schauen, ob das Gewebe hinterher beutelt…
Mal schauen, ob das Gewebe hinterher beutelt…

Mit Säcken muß sich heute niemand mehr umhüllen. Die klassische Kostümierung des Wandermaxen im Cord-Knickerbocker oder Lodenkniehose ist zwar noch nicht gänzlich out, die einst gültigen guten Gründe für das dreiviertellange Beinkleid haben sich indes überholt.

Ausreichend Bewegungsfreiheit bieten heute Stretchmaterialien in den neuralgischen Bereichen (Knie, Schritt, Bund) und vorgeformte Knie an. Auch die Befürchtung, das naßgewordene Material könne in seiner Langausführung beim Gehen und Steigen unangenehm über die Knie hin- und herscheuern, hat sich angesichts von Hightech-Funktionen (schnelle Trocknung, Wasserabweisung, Feuchtigkeitsverteilung, Feuchtigkeitstransport von innen nach außen) überholt. Schicker schaut die Wanderbuxe von heute ohnehin aus und mit einfachem oder doppeltem Zip kann man im Handumdrehen aus der langen Hose eine dreiviertellange oder kurze zaubern.

Mancher Outdoorschneider hat aber modische Aspekte überbetont, darunter leidet auch stets die Funktionalität. Der Spagat zwischen modischer Optik und Outdoortauglichkeit zielt vermutlich auf den Trend, daß man und frau sich zunehmend auch im Alltag gerne mit den Attitüden der großen weiten Outdoorwelt schmückt. Den praktischen Anforderungen sind diese Zwitter aber nicht sonderlich gewachsen. Ob es ausreicht, draußen gut auszusehen und eine gute Figur zu machen, muß sich erweisen. Clever ist die Idee, je nach Außen- oder Betriebstemperatur, das Beinkleid Zip für Zip vom Körper streifen zu können. Der Doppelzip ist der Verwandlungskünstler schlechthin: ….



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