© Klaus-Peter Kappest

Renchtal: Tal der Bäder

Ausgabe 112 – Ausgabe 3/2003

Deutschland

Vor mir erstreckt sich das schimmernde und sonnenverwöhnte Renchtal. Von der Fatimakapelle nahe der Ruine Ullenburg bei Oberkirch ziehen sich ertragreiche Rebreihen über die sanften Hügel der Ortenau. Die malerischen Bergrücken sind wein- und obstgesegnet

Bergbaukunst und Wortgewandheit

Die Klosterruine Allerheiligen im Lierbachtal ist ein Ort der Besinnung und der Mossturm für ferne Träume.
Die Klosterruine Allerheiligen im Lierbachtal ist ein Ort der Besinnung und der Mossturm für ferne Träume.

Die mittelalterliche Stadt Oberkirch mit seinen schmucken Fachwerkhäusern und Altstadtwinkeln liegt an der Badischen Weinstraße am Eingang in das Renchtal. Das Wahrzeichen der geschichtsträchtigen Stadt ist die Schauenburg, einst die mächtigste Burg in Mittelbaden. Herzog Bertold II von Zähringen ließ die gewaltige Festung von 1070 bis 1090 hoch über dem Renchtal bauen. In dem erfrischend kühlen Grün rund um die Burg stellt der lokale Waldlehrpfad mit seinen insgesamt vierzig Hinweisschildern die heimischen Baumarten und Themen rund um den Wald vor.

Oberkirch hat aber nicht nur viel Natur zu bieten, sondern auch Literarisches: Hans Jakob Christoph von Grimmelshausen, einer der bedeutensten deutschen Dichter des 17. Jahrhunderts, stand in den Diensten der Herren von Schauenburg, als er seinen weltberühmten „abenteuerlichen Simplicissimus“ schrieb. Für Wanderer besonders reizvoll: Auf simplicianischen Pfaden rund um das Renchtal. Wandern, wo Grimmelshausen lebte und die erste Landschaftsbeschreibung der deutschen Literaturgeschichte fertigte.



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