© Klaus-Peter Kappest

Allwetter Westerwald

Ausgabe 116 – Ausgabe 2/2004

Deutschland

Auf die in Frühjahr und Herbst mitunter reißenden Flüsse von Sieg, Wied und Nister; im Hochsommer an die Strände von Krombachtalsperre, Wiesensee und Westerwälder Seenplatte; oder in die kühlen Täler von Erdbach, Holzbachschlucht und Fockenbachtal.

Seit nunmehr knapp drei Jahren lebe und arbeite ich in Bonn. Genauso lange mache ich mit meiner Freundin Anja und anderen Freunden zusammen Ausflüge in die umliegenden Mittelgebirgsregionen. Immer wieder zieht es uns auch in den Westerwald. Auf die in Frühjahr und Herbst mitunter reißenden Flüsse von Sieg, Wied und Nister; im Hochsommer an die Strände von Krombachtalsperre, Wiesensee und Westerwälder Seenplatte; oder in die kühlen Täler von Erdbach, Holzbachschlucht und Fockenbachtal; und zu jeder Jahreszeit zu den Basaltsäulen des Druidensteins und in die Tongruben im Kannbäckerland. Da ist für jeden meiner Freunde und für jedes Wetter etwas dabei!

Auf den Spuren der Mönche zwischen Hamm, Altenkirchen und Hachenburg

Von Hachenburg nordwärts bis zur Einmündung in die Sieg östlich von Hamm hat sich die Nister, an der Fuchskaute entspringend, durch die steil aufragenden Schieferplatten durchgesägt. Das ging aber nicht auf direktem Wege, sondern in schier unendlichen Schleifen, die bis auf den heutigen Tag durch die wenig besiedelte Kroppacher Schweiz führen. Fast immer direkt zwischen steiler Wand mit herausbrechenden Schieferfelsen, sprudelnder Ni-ster und grünen Auen führt ein Weg entlang. Einige der schönsten Abschnitte kombiniert der Marienwanderweg (siehe auch Wandertip). Er beginnt am Kloster Marienthal nur wenige Kilometer von Hamm (Sieg) entfernt.

Die Abgeschiedenheit des Klosters

"Hier wäre ich gerne Nonne gewesen!" murmelt Anja leise vor sich hin, als wir die Klosteranlage Marienstatt betreten: "Abgeschieden von aller Nichtigkeit der Welt über die fundamentalen Dinge des Lebens nachdenken!" Ich finde das ein wenig romantisch verklärt, zumal es an diesem Herbsttag doch empfindlich kalt ist und ich mir die Zisterziensermönche in den kleinen, kalten, schmucklosen Zellen ihres Dormitoriums zu Beginn des 13. Jahrhunderts vorstelle. Doch entziehen kann auch ich mich der Atmosphäre des Ortes nicht. Direkt neben der Klostermauer fließt die Nister, an deren Ufer sich kleine Sandbänke gebildet haben. Hier endet für uns der Marienwanderweg, den wir in aller Herrgottsfrühe an dem leuchtend gelben Bau des Klosters Marienthal begonnen haben. Gut 23 km liegen hinter uns, und wir sind fast schon traurig darüber, daß der alte Pilgerweg mit dem Namen der Mutter Gottes hier endet. Aber wer will sich beschweren bei solch einem Endpunkt?

P.S.: Mitte Mai 2004 wird im Kloster Marienstatt nach Angabe der Mönche ein Klosterbrauhaus in rustikalem Ambiente eröffnet.

"Quer durch Altenkirchen"

Auf der Tour "Quer durch Altenkirchen" sorgen Weitsicht, Wiesentäler und Waldwege für eine abwechslungsreiche Wanderung durch das Wiedtal bei Altenkirchen. Ab dem Kloster Marienthal (Markierung 3) geht es über den Dieperzberg in das Wiedtal nach Altenkirchen, weiter durch das sagenumwobene Johannistal bis Oberwambach. Ab hier folgt man der Markierung "+" und gelangt über Berod nach Höchstenbach. Länge: 22 km, Bus-/Bahnanschluß am Start- und Endpunkt.

Link-Tipp

www.vg-altenkirchen.de

Auf der Tour "Quer durch Altenkirchen" sorgen Weitsicht, Wiesentäler und Waldwege für eine abwechslungsreiche Wanderung durch das Wiedtal bei Altenkirchen. Wegbeschreibung und Karte gibt es auf dieser Homepage.

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