© Klaus-Peter Kappest

Ausflugsziele in der Umgebung

Ausgabe 117 – Ausgabe 3/2004

Deutschland

Rund um den Markgräfler Wiiwegli.

1. Belchen im Münstertal

Im Winter sieht der Belchen spektakulär aus. Dann kontrastiert seine freie, schneebedeckte Kuppe mit dem dunklen Fichtenmeer, das seine Hänge zum Münstertal hin bedeckt. Oberhalb der Baumgrenze macht sich eine subalpine Flora breit. In den Felsen wachsen allerlei Steingewächse, besonders in den Süd- und Osthängen. Es gibt Bergglockenblume und Fingerhut. Der Nordhang ist mit Fichtenwald bewachsen, am Südhang wechseln Felspartien mit Wiesenhängen und lichten Buchenwäldern ab. Mehrmals sieht man im Nordabschnitt des Wiiweglis die Kuppe des Belchen. Vom Belchen, dem dritthöchsten Berg des Schwarzwaldes, entfaltet sich ein Panorama, das bis zu den Alpen reicht. Der Name Belchen kommt aus dem Alemannischen und meint, wie bei so vielen anderen Erhebungen im Schwarzwald, der Schweiz und den Vogesen, eine kahle Kuppe.

2. Feldberg

Außerhalb der Alpen ist der Feldberg (1493 m) der höchste Gipfel in Deutschland. Trotz dieser herausragenden Position wirkt er zusammen mit seinen beiden direkten Nachbarn Baldenweger Buck (1461 m) und Seebuck (1450 m) als eher harmloser Waldrücken. Einen grandiosen Blick bietet er vom Bismarck-Denkmal zum 300 Meter tiefer liegenden Feldsee, einem Karsee aus der Eiszeit. Auch die Vogesen, die Schwäbischen Alb und die Alpen sind von hier aus zu sehen. Das hochgelegene Naturschutzgebiet Feldberg kann zu Fuß erklommen werden, oder mit der Bahn.

3. Schluchsee und Titisee

Östlich des Feldberges liegen die beiden größten Seen des Schwarzwaldes. Der Titisee ist der größte natürliche See und auch der bekannte-ste. An seinem Südufer führt ein kleiner Wanderweg entlang und der Blick reicht bis zum Feldberg. Der Schluchsee in seiner heutigen Form ist künstlich angelegt. Sein Vorgänger, ungefähr siebenmal so klein, ist wie der Titisee während der Eiszeit entstanden. Auch beim Schluchsee bietet sich die stille Südseite zum Wandern an, während die Aussicht vom Bildstein beeindruckend ist.

4. Kaiserstuhl

Der Kaiserstuhl liegt als "Zwischenhoch" in der Mitte von Vogesen und Schwarzwald. Er ist vulkanischen Ursprungs und Deutschlands sonnenreichstes Gebiet. Ideal also zum Weinanbau, der auf seinen weiten Terrassen betrieben wird. In seiner weitesten Ausdehnung von Südwe-sten bei Ihringen bis zum Riegeler Michaels-berg im Nordosten ist der Kaiserstuhl nur 16 km lang; seine größte Breite erreicht er mit 12,5 km. Totenkopf (558 m) und Neunlinden (555 m) sind seine höchsten Erhebungen. Auf Mondhalde und Badberg bedeckt die violette Küchenschelle weite Flächen, und an den Rändern der Rebstücke blüht die blaue Moschushyazinthe. Insge-samt 36 Orchideenarten sind am Kaiserstuhl heimisch.

5. Vogesen

Als Pendant zum Schwarzwald sind neben dem absinkenden Oberrheingraben die Vogesen aufgestiegen. Auch hier dominiert der Weinanbau, der die Hänge vom Rhein hinauf bis zu den Vogesen-wäldern prägt. Wie beim Belchen haben Berge wie Hohneck, Spitzkoepfe und natürlich der Grand Ballon ("Ballon" ist der französischer Name für "Belchen") kahle Kuppen oben auf, die weite Aussichten gewährleisten. Faszinierend ist das mannigfaltige Auftreten des Buntsandsteins. Ob in den kleinen Weindörfern die Fundamente der Profanbauten oder gleich ganze Kirchen, ob die Aussichtsfelsen in den weiten Wäldern oder die mancherorts darauf gebauten Burgen besonders im Norden, darunter die größte von ihnen, die Haut Koenigsbourg bei Séle-stat: Alles strahlt eine gewisse Wärme durch dieses Gestein aus.

Link-Tipp

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