© Klaus-Peter Kappest

Der WM-Wanderknigge

Ausgabe 117 – Ausgabe 3/2004

Know How

Für Einsteiger und Fortgeschrittene. Für Gelegenheitswanderer und Dauerläufer. Was Sie rund um Wanderbekleidung und Wanderausrüstung wissen sollten, damit der Naturgenuß ungetrübt bleibt und Frohnaturen keinen Schaden nehmen.

In der Natur fühlen wir uns am wohlsten. Zur Natur drängt es uns alle. Früher oder später. Wer bereits in früher Kindheit und Jugend Initialzündungen beim Zeltlager, der Nachtwanderung, dem Abenteuertrek oder einer Früh-am-Morgen-Tour erlebte, vermutlich früher. Mancher reist erst um die halbe Welt, bucht miles & more, bevor ihn eher zufällig eine Erlebnistour mit Bekannten, Mitarbeitern oder Freunden von den Socken haut.

Wandern ist Bewegung

Sich bewegen, per pedes, zu Rad, zu Wasser – das alles ist Wandern. Wunderbare Wan-derwelten öffnen sich unter diesem Aspekt. Größter gemeinsamer Nenner dabei ist die sinnliche, intensive Naturbegegnung. Das spektakuläre Breitbanderlebnis Natur im Dolby suround. Nur viel authentischer. Vom einfachen Spaziergang ums Quadrat unterscheidet sich die Wandertour dadurch, daß durch ihre Länge ein viel tieferes Eintauchen in die Natur und Bewegung möglich wird. Dies erfordert wiederum ein Mindestmaß an Planung und Vorbereitung. Planen ist die Vorwegnahme zukünftiger Situationen. Welche Bedingungen werden Sie bei Ihrem Vorhaben mehrheitlich vorfinden? Insbesondere, wer zu neuen, unbekannten Ufern aufbricht, sollte sich rechtzeitig vorher informieren. Neben der nötigen persönlichen Kondition und Fitneß sollten Sie sich mit passender Bekleidung und nützlicher Ausrüstung individuell an die jeweilige Situation, bzw. an wechselnde Bedingungen anpassen.

Aus der Natur für die Natur

Als der Mensch noch normadisierend durch die Lande zog, begann er, der Natur Materialien abzugewinnen, die ihn zu schützen vermochten. Schutz vor Hitze, Kälte, vor Hindernissen und Gefahren. Er stellte Hilfsmittel und Werkzeuge her. Primitive Tragegestelle, Bekleidung, Ausrüstungsgegenstände und Fortbewegungsmittel für das Leben draußen kannten also schon unsere Vorvorfahren. Heute sind Kunststoffe, extrem leichte und unverwüstliche Metalle an die Stelle von Baumwolle, Holz oder Horn getreten. Dennoch ist auch bei der Entwicklung hochfunktioneller Hightechprodukte, seien es atmungsaktive Wetter-schutzjacken, winddichte Fleecepullover oder ultraleichte Trekkingruck-säcke, die Natur nicht außen vor. Der moderne Mensch hat viele Wirkmechanismen und Eigenschaften der Natur einfach abgeschaut und nachgebaut.

Zusammenfassung

  • Es gibt wirklich kein schlechtes Wetter. Es gibt nur unzweckmäßige oder unzulängliche Ausrüstung und Bekleidung. 
  • Was man trägt, kann man auch wieder ausziehen. Was man nicht dabei hat, kann man auch nicht nutzen. 
  • Atmungsaktivität, minimales Gewicht, Lichtbeständigkeit, geringes Packformat, Strapazierfähigkeit und einfache Bedienung kann man heute zu fairen Preisen erwarten.


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