© Klaus-Peter Kappest

Harn gegen Horn

Ausgabe 118 – Ausgabe 4/2004

Know How

Rissige Hornhaut, brennende Schwielen, Hautreaktion Auf mechanische Reibung und konstanten Druck, absterbende Blutgefäße, diabetischer Fuß besonders gefährdet – getrübter Wanderspaß.

Wanderzeit ist das ganze Jahr. Weil perfekte Funktionsbekleidung und Hightech-Ausrüstung Wandern bei jedem Wetter, in jedem Klima und nahezu in allen Jahreszeiten möglich machen, sollte man dem wichtigsten "Werkzeug" beim Wandern, den eigenen Füßen, auch regelmäßig besondere Aufmerksamkeit widmen. Ein leidiges Thema, besonders unter den Fußpflegemuffeln der männlichen Wanderriege, sind Schwielen und rissige Hornhaut an Fußballen und -fersen. Unbehandelte Hornhaut führt nämlich zu äußerst schmerzhaften Rissen bis in die blutführenden Hautschichten hinein. Entzündungen und stechende Schmerzen bei jeder Belastung sind die Folge.

Hornhaut durch Belastung

Unter der Hautoberfläche befinden sich hornschichtbildende Zellen (Keratinozyten). Wenn durch starke mechanische Belastungen (zu enge Schuhe, falsche Socken, lange Wanderungen) konstanter Druck oder Reibung ausgeübt wird, beginnen sich die Hornhautzellen zu teilen, d.h. zu wachsen. Je massiver die Reibung oder Belastung, umso rascher das Zellwachstum. Altzellen wandern an die Oberfläche, wohin die Blutgefäße allerdings nicht mehr reichen. Die Keratinozypten sterben ab und entwickeln sich zu toten Hornzellen und später zu Hornschuppen, die durch nachdrängende Zellen abgestoßen werden. Der Lebenslauf einer gesunden Hornschichtzelle dauert in der Regel vier Wochen. Die Folgen sind meist fatal: Die wachsende Schicht abgestorbener Hornzellen übt Druck auf die darunter liegenden feinen Blutgefäße aus, was die Blutzirkulation und damit die ausreichende Sauerstoffversorgung (Arterien) bzw. den Abtransport verbrauchten Blutes (Venen) behindern kann. Tiefe, blutige und schmerzhafte Risse der Haut sind die Folge. Der Fuß wird rau und trocken. Wandern wird zur Qual. Die Erlebnistour zur Tortur.

Diabetische Füße besonders gefährdet

Immer mehr Deutsche erkranken an Diabetes. Über Jahre erhöhte Blutzuckerwerte, Bewegungsmangel und Übergewicht haben ein rapides Ansteigen der Erkrankungsrate zur Folge gehabt. Der "Diabetische Fuß" ist eine der Folgen einer unbehandelten Zuckererkrankung. Hornhautschwielen und Hautverletzungen an druckbelasteten Stellen, trockene, rissige Haut, eine Gefühlsminderung an den Füßen, zunehmende Schmerzunem-pfindlichkeit, Fehlstellungen, Einschränkungen der Beweglichkeit in den Fußgelenken oder abnehmende Fettpolster an der Fußsohle sind Hinweise auf die im frühen Stadium noch heilbare Erkrankung. Wer die Warnhinweise ignoriert, muß mit unheilbaren Folgeschäden an Nerven und Blutgefäßen rechnen. Fußamputationen sind oft der letzte Ausweg. Somit kommt der rechtzeitigen Fußpflege des Fußes, insbesondere der Schwielen und Hornhaut auch hier eine große Bedeutung zu. Vorausgesetzt, der erkrankte "Wandergeselle" läßt seine Blutzuckerwerte permanent untersuchen und sich per orthopädischem Schuhwerk bzw. medizinischer Fußpflege optimal vor den Folgen des Diabetischen Fußes schützen.

Down under schwört man auf Harn

Besonders in der heißen Jahreszeit ist das Gehen ohne Strümpfe sehr beliebt. Wandersandalen haben ihren gros-sen Siegeszug angetreten, bei allem sommerlichen Vergnügen handelt es sich dabei aber stets um einen kollektiven Angriff auf die Hornhautzellen. In Australien (down under) schwört man seit vielen Jahren auf ein schonendes Fußpflegeprodukt. Dabei steht mit Flexitol Fersenbalsam ein Pflegemittel zur Verfügung, das auf die medizinisch nachgewiesene heilende Wirkung von Harnstoff setzt. Das Fersenbalsam verbindet wasserspendende, beruhigende und verschließende Eigenschaften. Harnstoff ist von Natur aus in jeder gesunden Haut enthalten. Er bringt Wasser in die Hautstruktur ein und verläßt die schützende Haut wieder unverändert. Chemisch hergestellter Harnstoff, der in Flexitol eingesetzt wird, hat die gleichen Eigenschaften wie körpereigener Harnstoff. Er entfernt tote Hautpartikel und erhöht damit die Wasseraufnahme der darunter liegenden Hautschichten. Damit kann die Hautzelle zusätzliche Feuchtigkeit aufnehmen und speichern. Lästige Hornhaut verschwindet sukzessive und die Haut der Füße wird wieder geschmeidig und optimal durchblutet.

Beruhigt und verschließt

Erst seit wenigen Monaten gibt es das Fußpflegemittel "Flexitol Fersenbalsam" aus down under auch in Deutschland. Während der Harnstoff die harte, raue Hornhaut aus abgestorbenen Zellen durchdringt, können die Inhaltsstoffe des Balsams "einziehen", die Hautschichten beruhigen und weich machen. Die leicht klebrige Creme schützt zugleich die behandelten Hautstellen vor aktueller Blasen- und Rißbildung. Besonders wer an Diabe-tischem Fuß erkrankt ist, erhält mit dem einzigartigen Wirkkonzept des neuen Fußpflegebalsams ein täglich einsetzbares, hocheffiziente Pflegemittel zum Schutz vor Hornhaut und Schwielen.

Vorsicht mit Raspeln, Feilen und Hobeln

Wohl nirgends sind die Folgen unsachgemäßen Einsatzes von Hornhauthobeln, -feilen und -raspeln schlimmer als an den Füßen. Üble Fleischwunden und Verletzung der intakten Hautschichten sind die Folge. Vom Einsatz dieser Brachialinstrumente ist dringend abzuraten. Wer dennoch die Anwendung für notwendig erachtet, sollte sich einem medizinisch anerkannten Fußpfleger anvertrauen, statt sich der Gefahr irreparabler Schädigungen auszusetzen. Mit den Füßen sollte niemand spaßen. Mit dem Fersenbalsam erzielt man selbst in schwierigen Fällen schon nach kürzester Zeit sicht- und spürbare Linderung. Beim Wanderurlaub, nach der Wandertour, beim Trekking oder auf alpinen Wanderabenteuern gehört ab sofort Flexitol Fersenbalsam zur Ausrüstung dazu. Gönnen Sie den Garanten aller Wandervergnügungen, ihren Füßen, nach dem Wanderspaß ein reinigendes Bad und massieren sie etwas Balsam auf Fußsohlen und -rücken.



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