© Klaus-Peter Kappest

Saaleland - Im Dreieck Wandern

Ausgabe 118 – Ausgabe 4/2004

Deutschland

Die drei thüringischen Städte Saalfeld, Rudolstadt und Bad Blankenburg bilden an der Oberen Saale ein Städtedreieck, das 2005 den 105. Deutschen Wandertag ausrichten wird. Aus diesem Anlaß stellt die Redaktion des Wandermagazins die Wandermöglichkeiten ru

Im Dreieck Wandern

Das große Special Saaleland ist eine Beilage zum Wandermagazin.
Das große Special Saaleland ist eine Beilage zum Wandermagazin.

Eingebettet ist das Dreieck in eine Landschaft, die von zwei Elementen wesentlich geprägt wird: Saale und Schiefergebirge. Zusammen bilden sie den Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale. Ihn durchfließt im Osten die Saale, die zu den beiden Talsperren Hohenwarte und Bleiloch angestaut ist. Wie zwei riesige Wasserschlangen winden sie sich durch die steilen Täler. Nach Westen hin folgen weite Hochflächen, die von Flüssen wie Sormitz und Loquitz tief durchschnitten sind und allmählich in den Thüringer Wald übergehen. Die dichten Wälder dieses bei Wanderern legendären deutschen Mittelgebirges verdecken im Grenzbereich zu Bayern hin das "Blaue Gold", das oftmals schwarz und manchmal grau ist: den Thüringer Schiefer. Zwischen Lehesten und Probstzella ist es von den Menschen ans Tageslicht geholt worden, viele stillgelegte Brüche und Halden, die zu wertvollen Biotopen geworden sind, künden davon. Auf und neben den großen Weitwanderwegen Rennsteig, EB, Saale-Orla-Weg und dem Thüringenweg, die das "Saaleland" durchziehen, läßt sich diese voller Überraschungen steckende Landschaft am besten entdecken.

Überquellend

Für eine erste Annäherung an die Wanderregion des Städtedreiecks habe ich mir nach Beratung mit dem Thüringer Gebirgs- und Wanderverein eine kurze Wanderung am Rand der Saalfelder Höhe ausgesucht (siehe Wandertip). Startpunkt: die Feengrotten. Viel hatte ich schon von ihrer Farbenpracht gehört und gelesen, aber an diesem Wandertag mußten sie erst einmal hintenanstehen, der Morgen drängte zum Ausschreiten. In den Feldern, nur 200 Meter von den Feengrotten entfernt, ließ ich es dann bereits ruhiger angehen. Rechts des Weges steigt die Landschaft bis zum Waldrand auf, während links immer mal wieder Aussichten auf Saalfeld und dessen Hausberg, den Kulm, möglich sind. Der Himmel war zwar bedeckt, aber die Mailuft frisch. Gut gelaunt schritt ich also durch das quellenreiche Gebiet. Leider sind die Quellen künstlich gefaßt, aber die letzte vor Eintritt in den Wald hat oberhalb des Weges inmitten einer Wiese ein artenreiches Quellmoor geschaffen. Mit der Digitalkamera ging ich auf die Suche nach Gold-Milzkraut und Pestwurz, typische Pflanzen an Quellen und Bachfluren. Sie fand ich nicht, dafür aber Sumpfdotterblumen und Schachtelhalme.



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