© Klaus-Peter Kappest

Die Fürsten vom Glauberg: Die Kelten in Wetterau und Vogelsberg

Ausgabe 120 – Ausgabe 6/2004

Deutschland

Groß waren sie. Dank Seife waren die Haare gebleicht und standen zu Berge. Schnurr- und Kinnbärte hatten sie. Keltische Krieger trugen Helme, Bogene Lanze, Schwert und einen Schild. Sie bauten Fluchtburgen auf den Bergen und gehörten Stammesverbänden und

Zwei Gräber, ein Himmel

Daß die Kelten in Hessen lebten, wieß man nicht erst seit den sensationellen Funden am Glauberg im Jahre 1994. Bis 1996 wurden nacheinander zwei Fürstengräber und die lebensgroße Steinstele eines Keltenfürsten freigelegt. Schon die Namen Nidda, Nidder, Main oder Schlitz sind keltischen Ursprungs. Der Fund, die Ausmaße der Gräber, die Prozessionsstraße oder die kostbaren Grabbeigaben waren ein archäologischer Glücksfall.

Der neue Radweg "Auf den Spuren der Kelten" führt vom Glauberg in die nähere Umgebung. Ein Gang auf dem kulturhistorischen Rundweg im kleinen Dudenrod, ein Abstecher in die vollständig erhaltene historische Büdinger Altstadt (Schloß, Stadtmauer und kolossale Stadttore) lassen die Tour zu einem Erlebnis werden. Dabei hat man den charakteristischen Glauberg mit seinem flachen Gipfelplateau von allen Seiten stets im Blick. Der mit einem Saum von Streuobstwiesen umgebene Berg, auf dem ein vorbildlich ausgeschilderter archäologischer Rundgang und eine Aussichtsplattform einlädt, das Keltenmuseum im Ort unterhalb des Berges, der große Büdinger Sandsteinbruch und viele Dörfer bereichern das Raderlebnis. Die Tour ist mit Stichwegen ca. 30 km lang.

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