© Klaus-Peter Kappest

Die Winterberger Hochtour

Ausgabe 120 – Ausgabe 6/2004

Deutschland

Der Rothaarsteig bewegt das Sauerland. Überall, wo sein liegendes R vorbeiführt, entstehen neue Wanderwege rechts und links vom Rothaarkamm. So auch in Winterberg!

Die Winterberger Hochtour ist dabei sicherlich die anspruchsvollste, muß der Wanderer doch auf ca. 82 Kilometern rund 2200 Höhenmeter überwinden. Lohn für die Mühen sind immer wieder weite Aussichten in das Land der 1000 Berge und Täler, karge Hochheiden, einsame Täler, gemütliche Dörfer und mit Langenberg (843 m) und Kahler Asten (842 m) zwei der drei höchsten Berge Nordwestdeutschlands. Im folgenden schlagen wir drei Abschnitte als Tageswanderungen vor.

Vom Kahlen Asten ins Renautal

Auf dem dritthöchsten Berg Nordwestdeutschlands beginnt die Winterberger Hochtour (siehe Wandertip). Rund um den Astenturm erstreckt sich das Naturschutzgebiet "Kahler Asten". Zwischen "Bonsai"-Versionen von Kiefern und Birken wachsen Heidekraut, Blaubeeren und Preiselbeeren. Wer nur einen Spaziergang machen möchte, kann dem 4 km langen Heidelehrpfad unter anderem auch zur Lennequelle folgen. Zum Wandern bietet sich der Abstieg nach Nordosten an. Mit Rothaarsteig und Winterberger Hochtour (WHT) geht es über die Heideflächen und durch Wälder hinab. Am Parkplatz des Skiliftes am Nordhang trennt sich der Rothaarsteig Richtung Winterberg Zentrum von der WHT, die ins Renautal führt. Ganz schnell ist man von der belebten Kreisstraße nach Altastenberg in einem sehr stillen, anfangs schluchtartigen Tal. Zwischen weit stehenden Fichten mit viel Bodengrün, vor allem Farnen, geht es parallel zum Waldlehrpfad Renautal auf schmalem Pfad bergab. Langsam kommt man der noch jungen Renau näher. Im weiteren Wegverlauf ist sogar ein Brückenpfad über dem Flüßchen angelegt: Damit durchquert man über dem plätschernden Wasser einen kleinen "Dschungel" – eine sehr schöne Abwechslung! Rasten kann man danach auf der Renauwiese weiter talabwärts. Mit dem E1 geht es dann noch ein Stück weiter bis zu einer weiteren Weggabel. Von hier aus kann man weiter mit der WHT nach Altastenberg gehen, oder mit dem Wasserlehrpfad auf der anderen Seite des Renautals zurück zum Nordhanglift gelangen.

Über den Langenberg

Östlich von Niedersfeld läuft der nördlichste Abschnitt der WHT. Direkt von Niedersfeld aus geht der Anstieg im Tal der Burbecke zum Langenberg hinauf (1 km Abstecher). Der Langenberg selber bietet zwar keine Aussicht, dafür aber herrliche Pfade über seinen langgestreckten Kopf. Südlich führt die WHT dann zu einer weiteren Hochheidefläche, dem NSG Neuer Hagen am Hang des Clemensberges. Die verschiedenen Jahreszeiten tauchen auch hier – wie am Kahlen Asten – Heide, Gräser, Birken, Kiefern, Blau- und Preiselbeeren in unterschiedliche Farbmeere. Besonders begeistert hat uns die Hoppeckequelle am östlichen Ende der Heide. Noch gänzlich naturbelassen und echt "ursprünglich" sprudelt das Wasser aus der Erde und bildet einen Quellsumpf mit vielen seltenen Pflanzen. Von hier geht es dann nach Hildfeld und entweder mit der WHT weiter Richtung Winterberg oder zurück zum Ausgangspunkt nach Niedersfeld.

Über die Alte Grimme ins Orketal

Unser dritter Tourenvorschlag startet in Elkeringhausen und geht mit der WHT auf die "Alte Grimme". Eine tolle Aussicht und prächtigen Mischwald erwarten den Wanderer, außerdem ein Gipfelkreuz und eine Schutzhütte. Der schönste Teil folgt dann mit dem Abstieg: Von der Alten Grimme geht es auf schmalem Pfad an einem Steilhang entlang, der mit Felsen und kleinwüchsigen Eichen übersät ist, zu einem weiteren Aussichtspunkt. Wunderschön! Danach wandert man weiter bergab in das liebliche Orketal. Mit dem Bach geht es dann wieder zurück nach Elkeringhausen, während die WHT weiter nach Züschen läuft.

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