© Klaus-Peter Kappest

Sinnliche Geest: Das Radwegenetz im Naturpark Wildeshauser Geest

Ausgabe 122 – April/Mai 2005

Deutschland

Moore, Dünen, Heiden – die Wildeshauser Geest war auch vor Urzeiten schon beliebt. Un-übersehbar sind die Großsteingräber mit riesenhaften Findlingen und die Hügelgräber, die wie kleine Kegel ausschauen.

Gräber und Fische

Der Volksmund hat den Grablegen der Vorfahren oft Namen gegeben. Glaner Braut, Heidenopfertisch. Visbeker Bräutigam, Visbeker Braut oder Sonnensteine heißen sie. Die Bruchtäler und Mühlenteiche um Visbek, das Lethetal, der Baumweg-Wald, die Dötlinger Künstlerkolonie oder die berühmten Ahlhorner Fischteiche: Natur und Kultur aus erster Hand vom Feinsten.

Ein halbes Dutzend Fernradwege

Das Radwegegeflecht ist dicht. Dazu tragen der 300 km lange Meerweg (Steinhuder Meer, Dümmer, Nordsee), der 200 km lange Geestweg (von Meppen nach Bremen), der 95 km lange Hunteweg, der Brückenradweg Osnabrück – Bremen (150 km) und der Radfernweg Groningen – Oldenburg – Bremen (200 km) nach Kräften bei. Dazwischen bilden elf verschieden lange Radschleifen (Radrundtouren im Landkreis Oldenburg) dutzendfache Möglichkeiten, zwischen den Fernradwegen zu pendeln und sich thematische oder landschaftliche Einzelthemen vorzunehmen.

Dreht die Pedale

Steine und Hügelgräber, Bäuerliche Kulturlandschaft, Dünen an der Hunte, Handwerk und Landwirtschaft, Ton und Tor, Alte Handelswege oder Geest, Moor, Marsch und Urwald könnten die Tagestouren heißen. Ein übersichtliches Radtouren-Set mit elf einzelnen Tourenbeschrieben samt Karte helfen bei der Umsetzung vom Plan in die Tat. Radverleih, Pannenhilfe, selbst eine Drahtesel-Klinik bietet die Region. Allein 26 Verleih-stationen hat die Wildeshauser Geest aufzuweisen. Als fahrradfreundliche Betriebe mit dem Bett & Bike-Prädikat sind nahezu alle Hotels und viele Gasthöfe ausgewiesen, selbst Privatanbieter, Bauernhöfe, Ferienwohnungen und Campingplätze haben sich vielfach als Radspezialisten ausgewiesen.

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April/Mai 2005