© Klaus-Peter Kappest

Altmühltal mit Panorama: Der neue Panoramaweg

Ausgabe 123 – Juni/Juli 2005

Deutschland

Die Altmühl entspringt auf der Frankenhöhe, erreicht bald nach Gunzenhausen die fränkische Alb und windet sich dann durch ein felsiges Tal in Richtung Donau. Seit diesem Frühjahr wird der seit 25 Jahren befahrene Altmühltal-Radweg um ein Wanderhighlight e

Hinauf auf die Alb

Wir beginnen unsere Wanderung in Gunzenhausen am Altmühlsee. Weit und offen ist hier die Landschaft, sehr geeignet, aus den Zwängen des täglichen Lebens einmal für einige Tage auszubrechen und sich auf eine mehrtägige Wanderschaft zu begeben. Bald erreichen wir den Hahnenkamm, einen beachtlichen Höhenzug, der bereits zur Fränkischen Alb gehört. Sein Eckpfeiler bildet der Spielberg: Aussicht, Burg und die Kirche mit dem schönen Barockaltar künden hier bereits an, was uns in den nächsten Tagen erwartet. Auf dem schönen Waldweg zum Gelben Berg blühen im Juni viele Orchideen und Türkenbundlilien. Dann stehen wir auf dieser waldfreien Jurakuppe. Wieder eine herrliche Aussicht auf die mosaikartige Landschaft mit Wäldern, Feldern und Dörfern tief unter uns.

In der Heimat des Urvogels

Der Eisenbahnknotenpunkt Treuchtlingen mit seinen guten Anschlüssen ist eine günstige Station auf dem weiten Weg zur Donau. Man könnte hier nach zwei Tagen unterbrechen, um ein andermal weiter zu gehen. Oder auch einsteigen und zwei Tage einsparen. Wir erfreuen uns nach der Ankunft an der noblen Altmühltherme mit ihren großzügigen Innen- und Außenbecken und ziehen am nächsten Morgen erwartungsvoll weiter, unserem noch fernen Ziel entgegen. Nach Treuchtlingen fließt die Altmühl in einem oft engen, romantischen Tal unterhalb der Felsen des Weißen Juras. Hier befinden sich alle Fundstellen des berühmten Urvogels Archaeopteryx, der als Bindeglied zwischen den Reptilien und Vögeln angesehen wird. Im Bürgermeister-Müller-Museum in Solnhofen sind gegenwärtig der 6. und 9. Fund ausgestellt. Man kann hier ohne Übertreibung von weltberühmten Exponaten sprechen.

In der Bischofstadt Eichstätt

Es ist ein milder Märztag nach einem kalten und schneereichen Winter. Wir wandern gemächlich durch die Gassen und über die Plätze an den prächtigen Gebäuden vorbei. Überall sitzen die Menschen im Freien und erfreuen sich an der endlich wieder wärmenden Sonne. Es war der Baumeister Gabrieli, der dieser Stadt im 18. Jahrhundert ein fast südliches Gepräge verlieh. Wir besuchen den außen bescheiden wirkenden Dom und bewundern im Schrein des Hochaltars die Holzbildwerke der Bistumsheiligen. Dann geht es wieder hinauf auf die Alb. Vor uns steigen die Lerchen hoch und verkünden den Frühling. Der weit reichende Blick wird erst in der Ferne von bewaldeten Höhenzügen begrenzt...



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Ausgabe 123

Juni/Juli 2005