© Klaus-Peter Kappest

Lörrach: Den Süden zum Greifen nahe

Ausgabe 123 – Juni/Juli 2005

Deutschland

Zwischen den südlichsten Weinreben Deutschlands hat es sich Lörrach mit seinen umliegenden Weinorten gemütlich gemacht. Weit kann man von der mächtigen Burg Rötteln in den Schweizer Jura hineinblicken.

Den Süden zum Greifen nahe

Nirgends legt Deutschland seine verbreitete Kleinbürgerlichkeit so elegant ab wie im Markgräflerland südlich von Freiburg. In unmittelbarer Nähe zur immer auf ihre Unabhängigkeit bedachten Schweiz und den freiheitsliebenden Franzosen transformiert sich der deutsche Michel zu einem Lebenskünstler. Zwischen den südlichsten Weinreben Deutschlands hat es sich Lörrach mit seinen umliegenden Weinorten gemütlich gemacht. Weit kann man zum Beispiel von der mächtigen Burg Rötteln in den Schweizer Jura hineinblicken, manchmal sogar bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Zentralschweiz. Hier am Anfang oder je nach Perspektive Ende von Baden gedeihen die Reben von Müller-Thurgau, Weißburgunder, Sylvaner oder dem Lokalmatador Gutedel und lassen sich in den urigen Straußwirtschaften direkt beim Winzer kosten.

In Lörrach ist natürlich auch die badische Küche zuhause. Namhafte Gastronomen haben sich in und um Lörrach zu den „Avantgarde-Betrieben" zusammengeschlossen und bieten neben einer modernen, zeitgemäßen Küche aus heimischen Produkten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Sie haben auch den Wanderer fest im Visier und von Gasthaus zu Gasthaus eine Wandertour entwickelt: Unter dem Motto „Natur, Kultur und Kulinarisches" führt sie von der Burg Rötteln durch das Wiesental nach Riehen, zu einer der bedeutendsten Kunstsammlungen Europas und dann durch das malerische Aubachtal zum Wasserschloß in Inzlingen. Entlang der knapp vier Wanderstunden beanspruchenden Strecke besteht die Möglichkeit, in vier Avantgarde-Betrieben einzukehren.

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Juni/Juli 2005