© Klaus-Peter Kappest

Oberösterreich: Auf dem Donauhöhenweg

Ausgabe 124 – August/September 2005

Österreich

Die Donau hat sich nach dem Zusammenfluß mit Inn und Ilz bei Passau ein liebliches Flußtal zwischen österreichischem Mühl- und Innviertel geschaffen. Wenige Siedlungen, meistens nur einige Bauernhöfe, liegen zwischen Wiesen direkt am Ufer unterhalb steil

Über die Höhen der Donau: Drei Flüsse, eine Stadt

Unterwegs auf den Donauhöhen: Wandermagazin-Autor Dr. Konrad Lechner nimmt die Veste Oberhaus ins Visier.
Unterwegs auf den Donauhöhen: Wandermagazin-Autor Dr. Konrad Lechner nimmt die Veste Oberhaus ins Visier.

Es empfiehlt sich, die westliche Schleife des Donau-Höhenwanderweges zwischen Passau und Linz in der Dreiflüssestadt Passau zu beginnen. Den schönsten Blick auf Stadt und Flüsse hat man von der Veste Oberhaus aus (hervorragendes Historisches Stadtmuseum). Kurz vor dem Zusammenfluß von Donau und Inn schiebt sich die Altstadt mit dem beherrschenden Dom wie ein Keil zwischen die beiden Flüsse, bevor sich das Grün des Inn mit der schmächtigeren, braunen Donau vereint. Ganz unscheinbar und schwarz mischt sich dann noch die Ilz dazu. Der schönste Platz unten in der Altstadt liegt an der Inn-Promenade. Hier flanieren zwischen Innbrücke und Dreiflüsseeck Touristen und Mittagspäusler direkt am Inn entlang.

Der Beginn einer Wanderung auf uralten Wegen • Etwas ungewöhnlich, aber sehr schön ist unser Einstieg in den Donauhöhenweg. Wir fahren zunächst mit dem Schiff von Passau nach Engelhartszell. Bald liegt Passau hinter uns. Dicht bewachsene Hänge, die von Felsen durchsetzt sind, auf denen an einer Stelle die Burg Krämpelstein thront, aber auch niedrige Ufer mit Wiesen und freundlichen Dörfern gleiten an uns vorbei. Wir ahnen also bereits, was uns in den nächsten Tagen an landschaftlicher Schönheit erwartet. Seit Jahrtausenden weist die Donau den Weg in den Südosten Europas, so für die Römer, die Nibelungen und Kaiser Barbarossa auf seinem Kreuzzug. In Engelhartszell fahren wir mit der Fähre zum gegenüberliegenden Ufer und steigen den steilen Hang empor. Es ist heiß, aber der schattige Weg durch die vielen Kehren gut zu begehen. Angenehmer Wind umgibt uns und bald stehen wir auf dem Penzenstein. Der Felsvorsprung bietet einen imposanten Tiefblick auf das Donautal mit Jochenstein und Engelhartszell.

Am nächsten Morgen trennen sich unsere Wege: Während Konrad Lechner der Ausschilderung des Donau-Höhenwanderwegs weiter durch das Kleine Kößlbachtal zum Vierviertelblick folgt, steige ich von Pühret hinab in das Rannatal ...



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Ausgabe 124

August/September 2005