© Klaus-Peter Kappest

Osnabrücker Land: Die Lust am Müllern

Ausgabe 124 – August/September 2005

Deutschland

Franz-Josef Albers ist Hobbymüller und Mühlenwart der Lechtinger Mühle. Für die Segelbespannung des Galerieholländers bläst der Westwind trotz der feierlichen Eröffnung des neuen Mühlenweges einfach zu stark. „Schauen Sie sich die tanzende Windrose an! Zw

Canale grande am Gebirge

Eine von zwei historischen Windmühlen und neun Wassermühlen im Osnabrücker Land: die Lechtinger Mühle
Eine von zwei historischen Windmühlen und neun Wasser-mühlen im Osnabrücker Land: die Lechtinger Mühle

Viermal quert die Müller-Route moderne Schiffahrtsstraßen. So den Zweigkanal Osnabrück bei Halen und Büren. Über den bekannten und vielbefahrenen Mittellandkanal geht es bei Kalkriese und am Schloß Neu Barenaue. Die landschaftlichen Höhepunkte bilden die zwei Überquerungen des Wiehengebirges auf der Schleptruper Egge zwischen Wallenhorst und Mühlenort und zwischen Driehausen und Vehrte.

So sehr man sich über die Reliefform eines Gebirges streiten mag, das Wiehengebirge ist aus der Ebene betrachtet ein dicht bewaldetes Bollwerk vor der Norddeutschen Tiefebene. Der Ausblick vom Venner Turm, trotz der gerade mal 156 Meter Aussichtshöhe, ist überragend: die riesigen Moorflächen im Norden, die Dammer Berge im Nordwesten und mit Blickrichtung Süden bzw. Südosten der grüne Wall des Teutoburger Waldes. Der Venner Turm steht auf dem Kalkrieser Berg, der dem eigentlichen Wiehengebirgskamm etwas vorgelagert ist und sich oberhalb der inzwischen als gesichert geltenden Stätte des Varusschlacht anno 9 n. Chr., ganz nahe an den Mittellandkanal heranschiebt. Am Fuße des 36 m hohen Holzturmes trifft der Mühlenweg auf den knapp 100 Kilometer langen Arminiusweg.



Weiter geht's in der Print-Ausgabe

Diese Ausgabe ist leider vergriffen.

Ausgabe 124

August/September 2005