© Klaus-Peter Kappest

Special: Harz Aktiv

Ausgabe 125 – Oktober/November 2005

Deutschland

Wandern im Harz ist eine große Leidenschaft für viele Naturliebhaber. Wandermagazin-Redakteur Andreas Vierkötter hat den Harzer-Hexen-Stieg mit seinen neuen Schleifen erkundet. Er schwang sich für Sie auf das Mountainbike, um die neuen MTB-Parks sportiv z

Ein Hauch von Skandinavien

Ein Weitwanderweg sollte, wenn er gut durchdacht ist, die Vielfältigkeit einer Region vorführen. Im Harz bedeutet dies, durch triefendnasse Moore hindurch zu wandern, an Talsperren und Teichen vorbei, natürlich zum Brocken hinauf, aber auch zu Granitklippen, artenreichen Bergwiesen, kleinen Bergstädten und einem grandiosen Canyon im Bodetal... Weiter gehts im Harz-Special!

Alles ist möglich!

Die neue Trendsportart Nordic Walking ist auch im Harz „in". In vielen Orten werden Kurse angeboten, bei denen man das „Gehen am Stock" richtig lernt, denn einfach nur die Skistöcke aus dem Keller zu holen und loszugehen, das funktioniert nicht. Wer dann erst einmal „Blut geleckt" hat, kann sich auf den Routen der vier Nordic Walking-Zentren im Harz so richtig austoben. Neben den Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bieten die Zentren Kurse und den Verleih von Nordic Walking-Stöcken an... Weiter gehts im Harz-Special!

Die Harzer Sonnenseite

Was für ein Morgen! Ganz früh bin ich heute aufgestanden, denn die Wettervorhersage hatte einen strahlenden Sonnenaufgang prophezeit. Nun steh' ich hier am Steinberg östlich von Herzberg und kann nicht anders als begeistert sein! Wellenförmig heben und senken sich die Wiesenflächen dem blauen Himmel entgegen. An vier oder fünf Stellen brechen durch den „Naturrasen" Karstformationen heraus. Und neben einer einzelnen Birke weidet gelassen eine kleine Schafherde.

Gestern Mittag, als ich das erste Mal diesen Abschnitt des Karstwanderweges bei Herzberg gegangen bin, war ich schon ganz angetan von diesem Fleckchen Erde. Auch deshalb, weil in unmittelbarer Nähe - am Westhang des Steinberges - eine besondere Steinkirche liegt: Eine natürliche Höhle im Dolomitgestein wurde schon in der Steinzeit als Rastplatz genutzt, später dann zu einer Kirche ausgebaut. Ebenfalls nicht weit entfernt liegt die Einhornhöhle. In der ungefähr 600 Meter langen Höhle fanden sich Knochenreste, zum Beispiel von Neandertalern und Höhlenbären.

Herzberg selber besticht durch seine Altstadt mit ihren kleinen Fachwerkhäusern. Im Sommer lockt der Juessee, unmittelbar am Zentrum Herzbergs gelegen, zum Baden und zu jeder Zeit das Schloß der Welfen mit dem wunderschönen Fachwerkturm. Für Wanderer nicht minder interessant ist die unmittelbare Nähe zum Nationalpark Harz... Weiter gehts im Harz-Special!

Zwischen Monsterrollern und Kurpark

Langsam schwebt die Sonne dem Horizont entgegen, und die Dämmerung steigt auf. Anja sitzt vor mir auf der Großen Wurmbergklippe, und wir genießen die Abendstimmung mit einem weiten Blick Richtung Süden über Braunlage hinweg. Einen schönen Tag haben wir erlebt und „verdauen" nun die Eindrücke. In der Frühe sind wir mit der ersten Seilbahn auf den Wurmberg gefahren, den zweithöchsten Berg im Harz und dem Hausberg Braunlages. Von der Wurmbergschanze aus konnten wir den Brocken von seiner wohl schönsten Seite sehen. Aus dem flachen Waldtal, das zwischen den beiden Gipfeln des Harzes liegt, steigt er gemächlich auf und gibt schließlich seine grüne Kuppe frei.

Als Wanderstrecke hatten wir uns das Tal der Großen Bode ausgesucht: An der Bärenbrücke treffen wir auf das mit reichlich Granitblöcken angefüllte Bett der Großen Bode, die sich später mit der Kleinen Bode zur Warmen Bode vereinigt. Wir laufen ab der Bärenbrücke auch ein Teilstück auf dem „Rundwanderweg Warme Bode", der uns zu den beiden Wasserfällen des Flusses bringt. Sehenswert sind die Fälle, wo zwischen mächtigen Granitblöcken das orange-rost-braune Moorwasser der Bode in kleinen Stufen hinabfließt. Am Ende der Wanderung gelangen wir wieder an die Talstation der Wurmberg-Seilbahn... Weiter gehts im Harz-Special!



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Ausgabe 125

Oktober/November 2005