© Klaus-Peter Kappest

Schwerpunkt in diesem Heft: Der Odenwald - Waldgebirge voller Liebreiz und Anmut

Ausgabe 127 – Februar/März 2006

Deutschland

Wanderträume per pedes und pedales zwischen Main und Neckar, Limes und Bergstraße. Rein in den Geopark Bergstraße-Odenwald und den Naturpark Neckar-Odenwald. Begegnungen mit Kelten, Römern und Franken, mit Burgen, Schlössern und Fachwerkstädtchen – oder m

Burg Hornberg am Neckar - die Burg von Götz von Berlichingen
Burg Hornberg am Neckar - die Burg von Götz von Berlichingen

Womit beginnen, was herausstellen? Vielleicht mit der Tippeltour von dem prächtigen Amorbacher Kloster durch das Mudautal hinauf zur mächtigen Burgruine Wildenburg? Inspiriert durch die anmutig lächelnden Putten der Seitenaltäre in der Benediktinerabteikirche, erheitert durch das Fürstl. Leiningensche Palais und bestens belohnt durch die Prachtblicke vom Bergfried der gewaltigen staufischen Anlage. Ist sie etwa die Vorlage für Wolfram von Eschenbachs Gralsburg aus dem Parzifal? Womöglich sollte ich mit dem Höhenort Dilsberg beginnen – der Neckar umfließt den Bergfuß in einer engen Schleife – der bis heute nicht über seine mittelalterliche Wehrmauer hinauswuchs? Gegenüber liegt Neckarsteinach mit vier Burgen auf dem schmalen Riegelberg-rücken. Von der Feste Dilsberg auf dem gleichnamigen 208 m hohen Berggipfel hat man einen sagenhaft schönen Blick über den lebhaften Formenreichtum des Odenwaldes. Gleich drei ehemalige Neckarschlingen lassen sich am Horizont im Süden ausmachen. Zeugnisse der Flussgeschichte.

Als wär‘s ein Stück vom Paradies

Natürlich, ich könnte auch mit dem Waldwunder zwischen Beerfelden und Rothen-berg beginnen. Am makabren Erinnerungspunkt effizienter Gerichtsbarkeit, dem original erhaltenen Beerfelder Galgen für die gleichzeitige Jenseitsbeförderung von drei Delinquenten, geht es los in die Wald- und Bucheneinsamkeit der Hirschhorner Höhe. Während rechterhand der Finkenbach tiefer und tiefer dem Neckar zueilt, hält der Wan-derweg Blaues Kreuz eisern Höhe. Und dann, als wär‘s ein Stück vom Paradies, öffnen sich Wald und Horizont. Wie ein Bergdorf im Apennin liegt Rothenberg am wie-senreichen Südhang, keine 3 km Luftlinie vom 300 Meter tiefer gelegenen Hirschhorn im Neckartal entfernt. Odenwald, das ist nicht irgendein Waldgebirge. Es ist der Liebreiz des Reliefs, die Anmut der verzweigten Wiesentäler. Die Formensprache erlen- und eschengesäumter Bachläufe, der schwingenden Waldsäume, die im Frühling wie zufällig auf Karton gezauberten Farbtupfer ausschauenden Streuobstwiesen, all das ist lieblich, zart und rund. Von besonderer Anmut sind Mossautal und Modautal. Das eine ein langgestrecktes Hochtal im Buntsandsteinbereich des Odenwaldes. Das andere im kristallinen Bereich des Vorderen Odenwaldes, wo Gneise, Granite und Diorite anstehen.

Pocketguide Odenwald: 16 mal Wandern und Radwandern
Pocketguide Odenwald: 16 mal Wandern und Radwandern

Die Tourentipps im Einzelnen:

Wandertipps Odenwald-Schmetterling:

 
  • Alemannenweg
  • Frankenweg
  • Burgundenweg
  • Badener Weg

Weitere Wandertipps:

 
  • Fränkischer Rotwein Wanderweg
  • Gerichtspfad im Schlierbachtal
  • Auf dem Drachenweg
  • Barock und Romantik
  • Zwei-Burgen-Wanderweg
  • Im Rodensteiner Land

Radtipps:

 
  • Beerfeldener Rundkurs
  • 3-Länder-Radweg
  • Main-Radweg
  • Rund um Miltenberg
  • Jubiläumsweg Reichelsheim
  • Salz und Sole


Weiter geht's in der Print-Ausgabe

Diese Ausgabe ist leider vergriffen.

Ausgabe 127

Februar/März 2006