© Klaus-Peter Kappest

Reif für die Insel? - Der Wanderherbst auf Deutschlands Inseln

Ausgabe 131 – Oktober/November 2006

Deutschland

Vielleicht ist es die Tatsache, dass man das Wasser überqueren muss, um auf eine Insel zu gelangen, die ihren besonderen Reiz ausmacht. Egal, ob mit dem Schiff, dem Flugzeug, über einen Damm oder eine Brücke, es ist immer so, als ließe man den Rest der We

Eine Insel? Im Herbst?

Nur der Weg übers Wasser führt zur Trauminsel
Nur der Weg übers Wasser führt zur Trauminsel

Der Wirt klappt die letzten Gartenstühle zusammen. Mit dem Ende der Sommerferien kehrt meist Ruhe ein. Wo vor ein paar Wochen noch bunter Trubel herrschte, zerrt nun der Wind am Dünengras. Keine planschenden Kinder, keine Sonnenanbeter im Liegestuhl, nur vereinzelt unentwegte Spaziergänger mit zerzausten Haaren. Die Strandkörbe sehen unter ihren „Winterhauben“ aus wie verpackte Möbel, die verloren am Strand herumstehen. Bald werden sie für die Winterrast in Schuppen und Garagen bugsiert. Statt Badesachen gehört jetzt der Friesennerz ins Urlaubsgepäck. Beim Wattwandern in Gummistiefeln werden Kindheitserinnerungen wach, nur die Tapfersten gehen jetzt noch barfuß. Abends brennt in der Teestube schon das Feuer im Kamin. Genau das Richtige nach einem rauhen Tag am Meer. Der Wanderherbst auf Deutschlands Inseln ist eine großartige Alternative.

Menschen und Meer

Vogelfrei
Vogelfrei

Der Mensch hat seit jeher eine besondere Beziehung zum Meer, gleichermaßen geprägt von größtem Respekt und ungläubiger Faszination. Und nirgends ist die See so präsent wie auf einer Insel. Umtost von den Wellen, wenn die ersten Herbststürme bei der Wanderung durch die Dünen an Kleidung und Haaren zerren, scheinen sich innere Ruhe und Erholung schneller einzustellen als auf dem Festland. Im Takt der Gezeiten gibt das Meer bei Ebbe an den nord- und ostfriesischen Küsten kilometerweite Sand- und Schlickstrände frei. Wattwandern ist angesagt. Wer sich auf einer Insel aufhält, der ist wirklich weit weg. Weg vom Alltag, weg von Stress und Hektik und weg von gewohntem Trott. Inselbewohnern werden im allgemeinen besondere Eigenschaften nachgesagt, verschlossen, etwas kauzig, trotzdem warmherzig und naturverbunden sollen sie sein. Woher dieser Ruf kommt, kann niemand so wirklich erklären. Und ob etwas dran ist, das müssen Sie schon selbst rausfinden.

Deutschlands Inseln

Sie liegen im Rhein, in der Elbe, im Bodensee, im Chiemsee und natürlich vor den Küsten von Nord- und Ostsee. Wandermagazin hat sich für die Meeresvariante entschieden. Die Binnenseen sind nächstes Jahr dran. Folgen Sie Natalie Glatter und Konrad Lechner im die herbstliche Naturwelt von Pellworm, Nordstrand, Borkum und Rügen. Welche wird Ihre Herbstschönheit?

Weitere Reportagen in diesem Heft:

  • Moin Moin! - Pellworm: Wellen, Wind und Watt
  • Nordstrand - Zwischen Westen und England liegt Süden
  • Rügen: vom Meer umschlungen - Wandern pur: Buchenwälder, Kreidefelsen, Sandstrände, Aussichtspunkte
  • Und was ist mit Tee? - Borkum: Ostfriesland im Kleinformat


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Oktober/November 2006