© Klaus-Peter Kappest

Flucht in den Frühling - Ideale Wanderzeit auf der Insel La Réunion

Ausgabe 132 – Dezember 2006/Januar 2007

Frankreich

Wenn hierzulande Nebel ziehen, Herbststürme blasen, die Stimmung sinkt, bricht auf der französischen Insel La Réunion im indischen Ozean der Frühling aus. Dann übertrumpft das leuchtende Rot der Flammenbäume noch die übliche Blütenpracht. Überall am Straß

Nach einem Ruhetag an der Küste, um das wirklich türkisblaue Meer zu genießen, stehen rund 1.000 km Wanderwege, vorwiegend im Inselinneren, zur Wahl. Zwei Vulkane haben die Landschaft dieser Insel geformt. Vor dem Piton des Neiges, mit 3.071 m die höchste Erhebung, erstrecken sich drei riesige Talkessel mit spektakulären Steilwänden. Bei Wanderungen bieten sich hier immer wieder atemberaubende Ausblicke. Cilaos, ein quirliges Städtchen mit Thermalbad, ist ein geeigneter Ausgangspunkt für die anspruchsvolle Bergwanderung auf dem Wanderweg GR 1 zum Piton des Neiges. Dabei empfiehlt sich die Übernachtung in der Hütte Caverne Dufour, um am nächsten Morgen den vielgerühmten Sonnenaufgang am Gipfel nicht zu verpassen. Bei einer kleinen Rundwanderung um den belebten Ort fallen einige Wingerte auf. Tatsächlich wird in Cilaos Weinbau in Höhen von 1.600 m betrieben.

Von Lavaströmen gebildete, zerklüftete Küste im Südosten
Von Lavaströmen gebildete, zerklüftete Küste im Südosten

Der Talkessel von Mafate zählt zu den beliebtesten Wandergebieten der Insel. Ab dem Pass Col des Boeufs sind mehrere, leichtere Rundwanderungen zwischen vier und fünf Stunden möglich. Die Wegstrecken führen durch eine üppige Vegetation mit baumhohen Farnen, Mimosenbäumen und Callablüten am Bachrand, und das in Höhen von 1.800 m. Der Cirque de Mafate mit kleinen Ansiedlungen wie La Nouvelle und Marla ist nur zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zugänglich. Jedoch sind die Wanderwege gut gekennzeichnet und es gibt sehr gemütliche Übernachtungsmöglichkeiten in Hütten, wo abends ein traditioneller „Cari“ serviert wird. Das Nationalgericht von La Réunion besteht aus einem Fleisch- oder Fischragout mit Reis und Hülsenfrüchten. Dabei fehlt nie ein „Rougail“, die scharf gewürzte Sauce aus Früchten oder Gemüse. Schließlich ist La Réunion die Insel der Gewürze, wo zudem die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zu einer bunt gemischten Küche beitragen.

Wandern in üppiger Vegetation im Circle de Mafate
Wandern in üppiger Vegetation im Circle de Mafate

Zu den beeindruckendsten Landschaftserlebnissen gehört zweifellos eine Wanderung auf dem noch aktiven Vulkan La Fournaise. Ab dem Aussichtspunkt Pas de Bellecombe kann der 2.075 m hohe, erloschene Krater Nez Coupé auf einer leichten Strecke in etwa zwei Stunden erreicht werden. Weiße Markierungen auf dem Boden erleichtern auch bei dem nachmittags häufigen Nebel den Hin- und Rückweg. Etwas anspruchsvoller und noch spektakulärer ist die achtstündige Rundwanderung durch die Mondlandschaft des Piton de la Fournaise mit den Kratern Dolomieu und Bory. Nach soviel Landschaftskontrast locken noch einmal die Küstengebiete, wo in botanischen Gärten die ganze Vielfalt und Farbenpracht der tropischen Vegetation zu bewundern sind. Die Gelegenheit, noch einmal eine richtige Nase voll dieser Düften nehmen, um dem grauen Winter daheim zu trotzen.

Weitere Auskünfte:

Fremdenverkehrsamt der Insel La Réunion, Zeppellinallee 37, 60325 Frankfurt

Tel. 069/97590494, Fax: 069/6997590495

E-mail: insel-la-reunion@franceguide.com, Internet: www.insel-la-reunion.de und www.reunion-nature.com

Link-Tipp

www.franceguide.com/de/insel-lareunion

Aktuelle Sonderangebote sind auf der Internetseite www.franceguide.com/de/insel-lareunion zu finden.

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