© Klaus-Peter Kappest

Zauberhaft radeln - Vogelsberg und Wetterau

Ausgabe 134 – April/Mai 2007

Deutschland

Als Vulkan ist er ganz und gar ungefährlich. Schon vor Millionen Jahren erlosch der größte Schildvulkan Europas. Seither prägt der Kamm des Hohen Vogelsberges die Region. Ein Dutzend Flüsse entspringt in rund 700 Metern Höhe. Ringsum breitet sich ein grün

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Rauf und runter

Vulkanradweg
Vulkanradweg

Wer durch Ohm-, Nidda-, Nidder- oder Wettertal ins Zentrum des Vogelsberges vordringt, erlebt, wie sich ganz allmählich die natürliche Spannung aufbaut. Am Horizont überragt der Hohe Vogelsberg das Land. Drei Überquerungen bieten sich an: Rauf oder rüber mit dem Radelbus, drum herum mit respektvollem Abstand auf garantiert spielend leicht zu radelnden Wegen oder es bei entsprechender Kondition, Neigung und Gerätschaft einfach „krachen“ lassen. Dank dem Vulkan-Express bietet sich, von Mai bis Oktober an Wochenenden und Feiertagen, ein zuverlässiges Radbusangebot an. Sechs Strecken bilden das Rückgrat für Streckengenuss ohne Reue, für beliebige Unterbrechungen oder spontane Strecken- und Ortswechsel. Mit dem Vulkanradweg ab Altenstadt oder Stockheim (Bahnstationen) in der Wetterau bis Lauterbach und Schlitz im Norden des Vogelsberges gibt es eine 74 km lange (93 km bis Schlitz) ultimative Genussvariante auf leicht rollbarem Feinasphalt. Mühelos lassen sich auf ihm die Ostausläufer des Hohen Vogelsbergs überwinden. Möglich macht dieses kleine Wunder die Nutzung einer aufgelassenen Bahntrasse. Sehenswert dabei: Glauburg mit der sensationellen keltischen Fürstengrabstätte am Glauberg, das Burg- und Fachwerkstädtchen Ortenberg, Hirzenhain mit seiner Eisengusstradition, Gedern am See, Grebenhain der Passort, das Berg- und Pilgerstädtchen Herbstein, Lauterbach mit seinen geschlossenen Fachwerkensembles an der Lauter und Bahnstation sowie die Vier-Burgen-Stadt Schlitz. Dazwischen gibt es pures Radvergnügen.

Vom Limes, von Basalt und Vogelsbergflüssen

Vogelsberg - das Land der weiten Blicke
Vogelsberg - das Land der weiten Blicke

Im Südwesten führt der Limesradweg auf römischen Spuren durch die Vogelsberg- und Wetterauregion. Die Basalt-Tour ab Alsfeld über Storndorf nach Herbstein, und die Touren entlang von Flüssen durch das Tal der Felda, Ohm oder Schwalm, machen den Norden wundervoll radelbar. Der Südbahnradweg ist der zweite Radweg, der über eine ehemalige Bahntrasse geführt wird. Er zweigt bei Hartmannshain vom Vulkanradweg Richtung Wächtersbach im Kinzigtal ab. 35 km Radeln auf höchstem Niveau. In der Wetterau bietet sich das Radwegenetzwerk der Apfelwein- und Obstwiesenrouten an. Es sind erlebnisstarke Halb- und Tagestouren mit unterschiedlichen Start- und Zielpunkten. Immer an Bauernhöfen mit Apfelwein- oder Obstproduktion, alten Streuobstwiesen und gastronomischen Einrichtungen vorbei. Der Zauber der Radwanderlandschaft Vogelsberg und Wetterau liegt in den unglaublichen Blickhorizonten. Größtenteils ist die Landschaft offen. Wer hier radelt, hat Raumerlebnisse der besonderen Art. Da sind die charakteristischen Lesesteinwälle im Kern der Region, die heckengesäumten Feldraine, die sanften Wiesentäler. Tief staffeln sich verschiedene Horizonte übereinander. Sie verleihen der Region eine gewisse Erhabenheit. Hinzu kommen die originellen Kirchen. Sie geben den Ortskernen eine ganz persönliche Note. Höhepunkte sind gewiss die Altstädte von Lich, Grünberg, Alsfeld, Schotten, Lauterbach, Schlitz, Büdingen, Ortenberg oder Laubach. Schönere Etappen- oder Startpunkte kann man sich eigentlich nicht vorstellen! Vogelsberg-Wetterau, das ist auch ein Land der bäuerlichen Gerichte und Getränke. Wie dem Stöffche, dem Rippche, den Beulches oder dem Handkäs mit und ohne Musik. Also: Entdecke den Zauber!

Weitere Reportagen, Tourentipps und Stadtporträts auf 16 Seiten:

  • Immer am Fluss. Durch Nidda- und Schwalmtal der Länge nach über den Vogelsberg. Die Höhe. Ulrichstein: Hessens höchstgelegene Stadt.
  • Die Schotten. Schotten: Am Fusse des Vogelsberg-Vulkans.
  • Wunder aus Holz und Lehm. Alsfeld: Fachwerkstadt an der Schwalm.
  • Der verlorene Strumpf von Lauterbach. Lauterbach: Juwel an der Lauter.
  • Salz in der Wiese. Nidda und Bad Salzhausen: Quellen des Lebens.
  • Grünes Meer und Grafenresidenz. Laubach: Solmser Grafenresidenz.
  • Brunnengucker und Tränenweib. Grünberg: Am grünen Berg über'm grünen Tal.


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April/Mai 2007