© Klaus-Peter Kappest

Durch sieben Tunnel sollst Du fahren: Unterwegs mit der Sächsisch-Böhmischen-Nationalparkbahn

Ausgabe 135 – Juni/Juli 2007

Deutschland

Die Schrammsteine, die Feste Königstein, die Bastei, der Lilienstein und die einzigartige Tafelbergkulisse des Elbsandsteingebirges – die Sächsische Schweiz links und rechts des Elbtals zwischen Pirna und der tschechischen Grenze zählt zu Deutschlands bel

Semmering an der Elbe?

Als 1877 die 28 km Eisenbahntrasse von Bad Schandau im Elbtal über Sebnitz nach Neustadt eröffnet wurde, galt die „Sebnitzbahn“ als Meisterleistung der Eisenbahningenieure. Deutschlands höchstgelegener Haltepunkt im Normalspurnetz östlich der Elbe, das 415 m hoch gelegene Krumhermsdorf, die sieben Tunnel, zwei Viadukte, 41 kleine und 28 größere Brücken – Vergleichbares gab es damals nur am österreichischen Semmering. Zwischen Goßdorf-Kohlmühle und Krumhermsdorf meistern die Züge 267 Höhenmeter auf 16,5 km Strecke. Auf 50 Metern Strecke klettern die Loks einen Meter. Für Züge eine außergewöhnliche Anforderung.

Links oder rechts?

Von Pirna aus ist es günstiger, wenn man in der S-Bahn links sitzt. Die Bahn fährt auf der linken Elbseite extrem nahe an den Felswänden entlang. Gleich nach dem Bahnhof Stadt Wehlen kommt die Bastei ins Bild. Dann fährt der Zug in die große Elbschleife und der Lilienstein beherrscht die Kulisse. Bevor wir dann in Bad Schandau in die Sächsisch-Böhmische Nationalparkbahn umsteigen, gibt es noch einen Blick auf die Schrammsteine. Jetzt geht es erst richtig los. Links oder rechts? Rechts am Fenster zu sitzen ist vielleicht einen Tick besser. Majestätisch rollt der Zug über die historische Elbbrücke. Hinter dem Bahnhof Rathmannsdorf kommt schon der erste Tunnel und dann fahren wir in das Tal der Sebnitz. Felsdurchbrüche, Tunnel, Brücken, atemberaubend schnell wechselt die Kulisse. Vor der Einfahrt in Sebnitz überqueren wir noch zwei hohe Viadukte. Nach Sebnitz wird die Landschaft ruhiger, keine Tunnel mehr und wenige Brücken. Den Bahnhof Neustadt verlässt der Zug nun rückwärts. Hinter Langenwolmsdorf kommt rechts die Burg Stolpen, die auf einem Basaltfelsen thront, ins Blickfeld. Der Weg nach Pirna zurück führt nochmals über die Elbe.

Genial einfach, genial günstig!

Für einen Ausflug zur Sächsisch-Böhmischen-Nationalparkbahn empfiehlt sich unbedingt das Sachsen-Ticket bzw. das Sachsen-Ticket Single. Das Sachsen-Ticket gilt für bis zu 5 Personen oder Eltern/Großeltern (max. 2 Erw.) mit beliebig vielen eigenen Kindern unter 15 Jahre an einem Tag nach Wahl; Montag bis Freitag von 9 bis 3 Uhr des Folgetages und an Wochenenden und Feiertagen sogar schon ab 0 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages. Man erhält das Sachsen-Ticket für 26,- € und das Sachsen-Ticket Single für 18,- € im Internet und an allen DB Fahrkartenautomaten – oder für nur 2,- € mehr auch in den DB Reisezentren und DB Agenturen. Stau- und stressfrei mit der Bahn anreisen und dann noch ohne Aufpreis mobil bleiben. Günstiger geht‘s nicht!

Beigeklebt ist ein Pocketguide mit folgenden Tourentipps:

3-4: Panorama über der Elbe - Von Obervogelgesang nach Königstein
5-6: Höhepunkte der Region - Von Stadt Wehlen über die Bastei zum Lilienstein
7-8: Im „Schatten“ der Bastei - Von Rathen über Hohnstein nach Porschdorf
9-10: Die linkselbischen Steine - Zwischen Königstein und Bad Schandau
11-12: In den Schrammsteinen - Von Goßdorf-Kohlmühle nach Bad Schandau
13-14: Bäder und Kunstblume - Von Neustadt über die Götzinger Höhe nach Sebnitz
15-16: Felsschluchten - Von Langenwolmsdorf durch das Polenztal
17-18: Auf den Spuren der Maler - Von Lohmen nach Rathen
19: Kursbuchstrecke KBS 248 und Übersichtskarte

Downloads

Wandern_mit_der_Bahn_135.pdf (289 KB)



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Juni/Juli 2007