© Klaus-Peter Kappest

Sommerlicher Stümpfling: Per Bergbahn vom Tegernsee zum Spitzingsee - dazwischen Wandern pur!

Ausgabe 135 – Juni/Juli 2007

Deutschland

Kurz hinter München baut sich das weiß-blaue, bayerische Alpenpanorama auf. Es sind die Zacken, Gipfel und Grate der Alpenkette. Gleich, ob zum ersten Mal oder schon gewohnter Anblick: Hier darf man getrost in Superlativen schwärmen. Und hat man sich dan

Zwei, drei Tage oder zwei, drei Wochen

Von München aus sind beide Ziele mit der Bahn bequem und problemlos im Stundentakt zu erreichen. Schliersee und Tegernsee: Beide Täler werden durch einen Höhenzug, welcher von Brecherspitze und Bodenschneid dominiert wird, getrennt. Das neue Wandervergnügen besteht darin, dass man ab sofort vom Schliersee oder vom Tegernsee dem Stümpfling samt Nachbarbergen dank Aufstiegshilfen ziemlich nahekommt. Zwei Bergbahnen, Sutten- und Stümpflingbahn, laden zu gemütlichen Gipfelstürmereien ein. Hier hoch, dort runter. Neue Wanderwelten öffnen sich.

„Auffi“ und „obi“

Bislang war das sommerliche Angebot an Aufstiegshilfen beim Erklimmen der Gipfel oder beim Abstieg auf die Wallbergbahn südlich von Rottach-Egern und den Taubenstein östlich vom Spitzingsee begrenzt. Für die wanderbaren Schönheiten der Bergwanderlandschaft zwischen Tegernsee und Schliersee musste man entweder mehr Tourenzeit, Rundtouren mit identischem Start- und Zielpunkt oder zwei Wandertage einplanen. Jetzt ist die beliebte Wanderregion zwischen Schliersee und Tegernsee um eine Wanderattraktion reicher. Mit den beiden Bergbahnen kann man ab sofort auch im Sommer Tagestouren in die Gipfelregionen zwischen Stümpfling, Bodenschneid und dem Stolzenberg unternehmen. Hüben „Auffi“ und drüben „obi“!

Gemeinsam Profil zeigen

Möglich macht dies die Kooperation von Tegernseer Tal Tourismus GmbH, der Gäste-Information Schliersee und der Alpenbahnen Spitzingsee GmbH. Anfang Juni 2007 werden erstmals auch in der Sommersaison Sutten- und Stümpflingbahn geöffnet sein. Dann bietet die Region gleich vier Bergbahnen. Jede öffnet und verbindet auf ihre Weise herrliche Wanderwelten. Bergpanoramen der besonderen Art. Eine Vielzahl wunderschöner Wanderwege in den Gipfelregionen, oft mit freier Fernsicht in alle Himmelsrichtungen, können damit auch ohne schweißtreibenden Aufstieg und langen, die Kniegelenke stark belastenden Abstieg genutzt werden. Vor allem Familien wird es freuen.

Bergbahn fahren, das macht Laune …

Zum erfüllten Wandererlebnis kommt noch das Erlebnis der Fahrt, z.B. in einer modernen Vierersesselbahn, hinzu. Die Gondeln können ausgekuppelt werden, man muss also nicht überhastet aufspringen, sondern kann in aller Ruhe Platz nehmen. Sollte das Wetter mal doch nicht so gut sein, lassen sich an Sutten- und Stümpflingbahn Wetterschutzhauben über die Sitze klappen. Bei der Fahrt nach oben erschließt sich dann langsam und gemütlich die immer größer werdende Aussicht und bei der Abfahrt nach einer interessanten Wandertour kann man sich in aller Ruhe für diesen Tag von den Bergen verabschieden! Zwei knackige Tourentipps, zur sofortigen Nachahmung empfohlen, hat Wandermagazin-Autor Reiner Penther gleich mitgebracht. Viel Vergnügen!

Plus zwei sammelbare Tourentipps:

Vom Stümpfling über den Stolzenberg zum Spitzingsee

Vom Stümpfling über die Bodenschneid nach Sutten

Weitere Reportagen in diesem Heft zum Thema Gipfelwandern:

  • Grenzenloses Wandern. Oberstdorf - auf den Höhenwegen der Allgäuer Alpen
  • Grenzenloses Wandern. Kleinwalsertal - auf den Höhenwegen der Allgäuer Alpen
  • Im Kaiserreich. Zwischen Großem Traithen und Brünnstein: Das Kaiserreich von Kiefersfelden und Oberaudorf

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