© Klaus-Peter Kappest

Thüringer Wald Teil II - Wanderland Thüringen

Ausgabe 137 – Oktober/November 2007

Deutschland

Im zweiten Teil unserer Thüringen-Serie dreht sich alles um die Heimat des Rennsteigs. Im Thüringer Wald hat das Wandern eine lange Tradition. So ist es nicht verwunderlich, dass der markante Gebirgszug Wanderer aus allen Teilen Deutschlands anzieht. Und

Waldreich

Erfrischung im Haseltal
Erfrischung im Haseltal

Der Thüringer Wald erstreckt sich von Eisenach und Gotha im Norden bis zum Thüringischen Schiefergebirge und zum Frankenwald im Süden, vom Werratal im Süden und Westen bis zur Saale im Osten. Große Teile des Thüringer Waldes sowie das westliche Thüringer Schiefergebirge und Teile des Gebirgsvorlandes sind im Naturpark Thüringer Wald zusammengefasst, der geprägt ist vom Wechsel ausgedehnter Nadel- und Buchenwälder, blühender Bergwiesen, verschlafener Dörfer und lebendiger Fachwerkstädtchen. Immer wieder trifft man beim Wandern auf Überraschungen am Weg – einsame und gemütliche Picknickplätze, sagenhafte Aussichten über das weite Bergland oder zahlreiche Burgen und Schlösser, die es zu besichtigen lohnt.

Kurvenreich

Einige sind eng und steinig. Begrenzt von schroffen Felswänden schmiegen sie sich an hohe Berggipfel. Andere liegen ausschweifend und grün in sanfter Hügellandschaft. Kein Gebirge ohne Täler! Im Thüringer Wald sind sie besonders schön und abwechslungsreich. Von der engen, mysteriösen und bizarren Drachenschlucht, die sich bei Eisenach tief und steil in den Fels unterhalb der Wartburg gegraben hat, bis hin zum lieblichen Haseltal, in dem der Haselbach (später wechselt er noch häufiger den Namen, bevor er endgültig zur Hasel wird) durch abwechselnd blühende Wiesen und lichte Wälder dahinplätschert. Beide wurden vom MDR in die TopTen der schönsten Täler Mitteldeutschlands gewählt. Auf Platz 1 landete das Vessertal, das bereits 1979 von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesen wurde. Das harmonische und nachhaltige Miteinander von Mensch und Natur steht hier im Vordergrund. Der Infogarten des Biosphärenreservats in Schmiedefeld informiert über das geschützte Tal und seine Besonderheiten. Auch das wildromantische Schwarzatal im östlichen Teil des Naturparks Thüringer Wald wurde unter die ersten 10 platziert. Es gehört zum Thüringer Kräutergarten – auch Olitätenland genannt. Die Buckelapotheker – einst die modernsten Handelstreibenden ihrer Zeit – sind nicht in Vergessenheit geraten. Auf dem Olitätenwanderweg lässt sich so einiges über thüringer Kräuter, ihre Verwendung, Geschichte und Bedeutung erfahren. Anleitungen zum „Gipfelstürmer“, Kräuterdoktor und Kräutergärtner inklusive. Für alle vier Täler stellen wir im beiliegenden Pocketguide ausgesuchte Wanderungen vor...

Inklusive 12-seitigem Pocketguide mit folgenden Tourentipps:

 
  • Im schönen Vessertal - Vesser – von der Mündung bis zur Quelle
  • Auf den Spuren Heinrich Cottas - Der Canyon des unteren Schwarzatals
  • Der Felsenweg - Höhepunkte abseits des Rennsteigs
  • Rundweg Hohenwartestausee - Drachenschwanzblick und andere Aussichten


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Oktober/November 2007