© Klaus-Peter Kappest

Auf Themenwanderwegen von Bach zu Goethe

Ausgabe 138 – Januar/Februar 2008

Deutschland

Eng mit den Landschaften Thüringens verbunden sind die beiden großen Meister ihres Faches: Johann Sebastian Bach und Johann Wolfgang von Goethe. Zwei kulturträchtige Wanderwege - jeweils eine anspruchsvolle Tagestour - lassen auf ihren Spuren wandeln.

Der Jung-Organist und der Bergwerkskommissar

Blick von den Reinsbergen auf Kleinbreitenbach
Blick von den Reinsbergen auf Kleinbreitenbach

Als junger Orgelexperte wurde Johann Sebastian Bach 1703 nach Arnstadt gerufen, um die Orgel der Neuen Kirche zu stimmen. Der Achtzehnjährige überzeugte dabei so, dass man ihm gleich die Stelle des Organisten anbot, die er auch für drei Jahre innehielt. Als Bachliebhaber sollte man unbedingt die Bachkirche, die Bachausstellung, das Bachhaus und die kleine Traukirche in Dornheim, in der Johann Sebastian 1707 seine erste Frau Maria Barbara heiratete, besuchen. Im Gegensatz zum kurzen Gastspiel des Orga-nisten, weilte der Geheime Rat Johann Wolfgang von Goethe binnen 55 Jahren 28 Mal in Ilmenau. Zu den ersten Dienstreisen des Vorsitzenden der Bergwerkskommission, der sich um den hiesigen Silber- und Kupferbergbau sowie um eine Neuordnung der städtischen Finanzen zu kümmern hatte, kamen im Laufe der Zeit Genusstouren in die schöne wie interessante Natur hinzu. Geologische Studien, Zeichnen und Dichten - dazu inspirierte den Meister das Thüringer Land. Und hier schrieb er 1780 auf dem Kickelhahn seine wohl lyrischsten Verse: „Über allen Gipfeln ist Ruh". …



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Ausgabe 138

Januar/Februar 2008