© Klaus-Peter Kappest

Alle Wege führen nach Mariazell

Ausgabe 139 – März/April 2008

Österreich

Mariazell gilt als der bedeutendste Wallfahrtsort Österreichs und Mitteleuropas. Rund eine Million Menschen begeben sich alljährlich auf Pilgerreise oder Wallfahrt in die Steiermark. Verschiedene Wege mit Anbindungen u.a. an Ungarn, Slowenien und den Jako

Der Steirische Mariazellerweg

Pilgerkreuz Veitsch
Pilgerkreuz Veitsch

Auf rund 202 km vom südlichen Rand der Steiermark bei Soboth führt dieser Weg durch die verschiedensten Landschaften des Bundeslandes. Schwer mag es da dem Wanderer zu Beginn das südsteirische Weinland mit seinen Verlockungen machen! In zwei bis fünf Tagesetappen erreicht man die Landeshauptstadt Graz mit ihrem spätgotischen Dom zu Ehren des heiligen Ägydius und der barocken Wallfahrtskirche Mariatrost am Stadtrand. Nach dem Besuch von Graz erwarten Sie sechs abwechslungsreiche Wandertage ohne besondere Schwierigkeiten. Man durchwandert zunächst ein liebliches Hügelland, steigt auf in die Almen, quert das sanfte Joglland und durchschreitet abschließend die hochalpinen Massive von Veitsch und Tonion. Je näher man Mariazell kommt, desto zahlreicher werden die Wegekreuze und Marterln, die nach altem Brauch von Pilgern gestiftet wurden. Das Gemeinschaftserlebnis des Pilgerns kann auch dem Solo-Wanderer vergönnt sein, denn Steiermark Touristik, das offizielle Reisebüro von Steiermark Tourismus, bietet buchbare Packages an.

Wege aus dem Pöllauer Tal

Basilika Mariazell
Basilika Mariazell

Für Pilger aus dem Osten der Steiermark oder solchen, die bereits von Ungarn kommend das Burgenland durchquert haben, gibt es drei Möglichkeiten, auf den Hauptweg nach Mariazell zu stoßen. Die Varianten sind zwischen 29 und 44 km lang. Ein Zubringer startet in Vorau und die beiden anderen bei der Wallfahrtskirche Maria Pöllauberg im Naturpark Pöllauer Tal. Die hügelige Landschaft ist geprägt vom Wechsel der Wälder mit Wiesen, Feldern und Obstbaumreihen – was der Wanderung im Frühjahr zur Zeit der Baumblüte einen ganz besonderen Reiz gibt. Immer gegenwärtig ist auf den Wegen zwischen Fischbach und St. Kathrein am Hauenstein der Waldbauernbub Peter Rosegger, der hier seine Kindheit und Jugendjahre verlebte…

Weitere Reportagen zum Thema Pilgerwandern in diesem Heft:



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Ausgabe 139

März/April 2008