© Klaus-Peter Kappest

Die Alchemie der Jakobswege

Ausgabe 139 – März/April 2008

Frankreich

Santiago de Compostela im äußersten Westzipfel Spaniens ist das Ziel. Nein, für viele Wanderer auf den nun über tausendjährigen Pilgerpfaden ist der Weg das Ziel. Denn, so behaupten die meisten, keiner kommt so zurück wie er gegangen ist. Seit die UNE

Seit dem 14. Jh. Überqueren Pilger den Lot in Cahors trockenen Fußes: Wehrbrücke Pont Valentré
Seit dem 14. Jh. überqueren Pilger den Lot in Cahors trockenen Fußes: Wehrbrücke Pont Valentré

Seit jeher beginnen viele Wanderer ihre Pilgerreise in einer bedeutenden Kathedrale. Daran hat sich kaum etwas geändert. So nimmt auch der älteste Jakobsweg, die Via Tolosana, ihren Anfang in der Kathedrale Saint Trophime in Arles. Die einst schwierigste Teilstrecke durch die wilden Cevennen, gehört zu den landschaftlich schönsten. Bedeutende Reliquien bestimmen den Weg. Die in der Basilika St. Sernin in Toulouse mit insgesamt 128 Heiligen gehören dazu. Mit Stolz verwies man, wie viele andere Kirchen, auf Knochen des Apostels Jakobus, was manchen Pilger zu dem Aufruf veranlasst: „Das kann doch nicht der wahre Jakob sein“. Der Jakobsweg aus Arles ist mittlerweile durchgehend als Fernwanderweg GR 653 gekennzeichnet.

Sakrale Pracht

Die Jakobsgasse in St-Jean-Pied-Port im Baskenland
Die Jakobsgasse in St-Jean-Pied-Port im Baskenland

Seit Bischof Godescalc im Jahre 950 von Le Puy en Velay nach Santiago aufbrach, gehört die Via Podiensis zu den frequentiertesten Jakobswegen. Entlang dieses Pilgerpfades, inzwischen durchgehend als GR 65 gekennzeichnet, finden sich die prächtigsten, teilweise zum Weltkulturgut erklärten Sakralbauten in Frankreich. Allen voran die romanische Abteikirche von Conques. Im dortigen Hospiz werden seit 1000 Jahren Pilger aufgenommen. Auch die Wehrbrücke Pont Valentré über den Lot in Cahors gehört zum Unesco-Kulturgut. Weitere Höhepunkte der Via Podiensis sind die Abteikirche von Moissac und die mächtige Stiftskirche La Romieu in der Gascogne…

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März/April 2008