© Klaus-Peter Kappest

Luxemburg: Kulinarisches aus den Ardennen

Ausgabe 139 – März/April 2008

Luxemburg

Die traditionelle Ardenner Küche ist geprägt von einfachen Gerichten. Die große Ausnahme ist jedoch das Festessen, das einst zu besonderen Familienfeiern und zur Kirmes auf den Tisch kam: eine Platte mit Ardenner Schinken, die man zusammen mit Speckkartof

Ardenner Schinken und andere Schweinereien

Süße Schmankerl aus Buchweizen
Süße Schmankerl aus Buchweizen

In der Regel wurde der Schinken selbst hergestellt. Fünf bis sechs Wochen lag das Fleisch in Salz, dann hängte man es für drei, vier Stunden täglich ungefähr vier Monate lang in den Rauch und anschließend kam die Spezialität zum Trocknen an der Luft für mindestens drei Monate auf den Dachboden. Bei solch einem Aufwand lässt sich nachvollziehen, dass der Ardenner Schinken kein alltägliches Gericht war. Heute ist er, dank der vereinfachten Herstellungsbedingungen, beliebt als Wanderbrotzeit oder Abendessen.

Zur traditionellen Küche gehörte bis Anfang des 20. Jh. Auch die „Bouneschlupp“, eine Suppe aus gewürfelten Stangenbohnen und Kartoffeln, die mit Schinkenbrühe abgelöscht wurde und in die eventuell noch vom Schweineknochen abgekratzte Schinkenreste kamen. „Judd mat Gaardebounen“, gepökelter Schweinehals mit dicken Bohnen, ist ebenso ein Stammessen der Ardenner Bauern.

Spezialitäten mit Tradition

Mittelalterliche Burgküche im Schloss Vianden
Mittelalterliche Burgküche im Schloss Vianden

Eine Besinnung auf die Produkte, die das Land seit Jahrhunderten hervorbringt, gehört zum Aufgabenbereich der Naturparke. So bekommt Naturschutz eine kulinarische Dimension. Allen voran sind es die Getreide, „Spelz“ (Dinkel) und „Wellkär“ (Buchweizen), deren Anbau verstärkt gefördert wird…

Mit einem Tourentipp: Zum Kiischpelter Sonnekrees

Die Reportagen zum Schwerpunktthema Luxemburgische Ardennen in diesem Heft:



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März/April 2008