© Klaus-Peter Kappest

Wanderland Thüringer Vogtland (Serie Thüringen IV)

Ausgabe 139 – März/April 2008

Deutschland

Ganz im Osten Thüringens, an den Grenzen zu Sachsen, Bayern und Böhmen, liegt das Thüringer Vogtland. In Teil vier unserer Thüringen-Serie dreht sich alles um das Wandern zwischen Talsperren und Burgen, zwischen Geschichte und Genuss, zwischen tiefen Wäld

Baderteich mit Schloss Ronneburg
Baderteich mit Schloss Ronneburg

Der thüringische Teil des Vogtlandes erstreckt sich von Zeulenroda mit der Talsperrenregion im Süden bis zum mittelalterlichen Altenburg im Norden. Frankenwald, Erzgebirge, Thüringer Schiefergebirge und Fichtelgebirge grenzen an das Vogtland. Zum Wandern ist die geschichtsträchtige Region wie geschaffen. Da wechseln sich blau glitzernde Talsperren mit historischen Stadtkernen ab, Streuobstwiesen, weite Felder und grüne Flusstäler lassen Wanderherzen höher schlagen und von Burgfrieden, Felsvorsprüngen oder Aussichtstürmen lässt sich manch weiter Ausblick genießen.

Von Vögten und Bauern

Altes Kirchenportal in Bad Köstritz
Altes Kirchenportal in Bad Köstritz

• Der Name des Vogtlandes geht zurück auf die vom 12. bis zum 16. Jh. Hier herrschenden Vögte von Weida, Gera und Plauen. Diese waren von Kaiser Barbarossa zur Sicherung seiner östlichen Reichswaldgebiete eingesetzt. Fast 300 Jahre herrschten die Vögte von Weida und ihre Nachkommen – die Reußen – über das Vogtland. Die Kleinstaaterei zur Zeit der reußischen Fürsten brachte eine rege Bautätigkeit mit sich. Burgen, Schlösser, Kirchen, Klöster und Bürgerhäuser sowie deren Ruinen zeugen bis heute von der bewegten Vergangenheit der Region. Die Osterburg im Zentrum von Weida war die Stammburg der Vögte, die dem Land seinen Namen gaben. Heute ist in der Burg ein sehenswertes Museum untergebracht und von dem 54 Meter hohen Bergfried mit Türmerstube schweift der Blick weit über die Hügel und Wälder der Umgebung.

Liebevoll gestaltete Bauerngärten finden sich häufig im Thüringer Vogtland
Liebevoll gestaltete Bauerngärten finden sich häufig im Thüringer Vogtland

Auf den Spuren Georg Kresses führt der gleichnamige, etwa 40 km lange Wanderweg von Auma nach Nitschareuth. Um den Bauerngeneral aus dem Vogtland, der im Dreißigjährigen Krieg erbitterten Widerstand sowohl gegen kaiserliche als auch schwedische Truppen leistete, ranken sich zahlreiche Legenden. Ihm wird Kugelfestigkeit nachgesagt und dass er Freikugeln zu gießen wusste, die ihr Ziel nie verfehlten. Sein Hauptquartier, die Kressehöhle im Triebestal gegenüber dem Schloss Reichenfels, liegt direkt am Weg…

Eingeklebter 12-seitiger Pocketguide mit vier Tourentipps:

 
  • Vogtland Panorama Weg: Auf einem Premiumweg durch das Göltzschtal
  • Im Tal der Wießen Elster: Mühlburschensteig und Kreuztanne
  • Talsperre Zeulenroda: Im Herzen des Thüringer Vogtlandes
  • Im Gessen- und Wipsetal: Die Neue Landschaft Ronneburg


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Ausgabe 139

März/April 2008