© Klaus-Peter Kappest

Heilklimatische Wanderwege: Bewegung im günstigen Bioklima

Ausgabe 140 – Mai/Juni 2008

Know How

Vorfahrt für bewegte Menschen. Für das wichtiger werdende „Körperfeeling“ des modernen Menschen. Die steigende Sensibilität gegenüber der Qualität der Luft und das wachsende Bewusstsein für die diffizilen, nachhaltigkeitsrelevanten Wechselwirkungen von Li

Schönwald im Ferienland Schwarzwald
Schönwald im Ferienland Schwarzwald

Heilklima, soviel sei vorneweg erläutert, schließt Belastungsfaktoren wie extreme Hitze und Schwüle, Feinstaub, Abgasbelastungen oder Smog weitgehend aus. Reinheit und Salzgehalt der Luft, Höhensonne, ätherische Aromen des Waldes, Wind- und Kältereize, Pollenarmut und der Mineraliengehalt der Luft hingegen sind klimatische Faktoren, die stimulierend bzw. schonend wirken.

Nicht immer ist Klima prima

Nebliges Wetter mit Inversionslagen oder drückend schwüle Hitze hinterlassen Spuren. Und die Auswirkungen sind keinesfalls nur mentaler Natur. Körper und Geist reagieren gleichermaßen mit sinkender Leistungsbereitschaft und verminderter Lebensfreude. Manchen belastet feinstaubreiche Luft so sehr, dass sich Atembeschwerden, auf Dauer verminderte Lebensqualität und depressive Zustände einstellen. Wie anders hingegen die Wirkung reiner Luft: die intensive Sonnenstrahlung; das Gefühl des gelegentlich böig auflebenden Windes auf der Haut; der Zyklus frischer Frühtemperaturen, eines warmen Mittags und der allmählich am Abend zurückgehenden Temperaturen bis zum ersten Fröstelstadium. Wir brauchen Klima wie das Brot die Butter. Ohne Sonne gäbe es kein Licht, keine Strahlen, keine Wärme, nur Kälte. Aufsteigende Luft produziert Wolken. Der Luftdruckaustausch ist Ursache des Windes. Klima haben wir immer, aber es ist nicht immer prima.

Es gibt klimatisch bevorzugte Orte

Heilklimatische Orte liegen in Regionen, in denen belastende Klimafaktoren dauerhaft bzw. weitgehend fehlen oder besonders schwach ausgeprägt sind. Hingegen kommen hier Schon- und Reizfaktoren in einer für den Menschen günstigen Intensität bzw. Kombination von Natur aus vor. Man könnte sagen Geschenke der Natur. Die Höhenlage, die Lage am Meer, in wald- und wiesenreicher Umgebung, die Einflüsse der Standardwetterlagen (atlantische oder kontinentale Einflüsse) beeinflussen zum Beispiel, ob auch ein heißer Sommertag mit einem lauen Abend endet und einem frischen Morgen startet. Die Lage beeinflusst, wie intensiv die Lichtstrahlen sind, wie allergenfrei die Luft ist, wie salz- und jodhaltig sie ist. Über die Schadstoffreinheit, die ungehinderte Luftzirkulation und den Anteil durch Wälder und Wiesen indizierten ätherischen und aromatischen Stoffe in der Luft entscheiden letztlich auch die Verantwortlichen der Orte selbst: Industrieansiedlungen, ungebremste Bauwut, Emissionen des Straßenverkehrs oder der Heizungsanlagen sind schließlich beeinflussbar. Heilklimatische Kurorte versuchen solche Belastungsfaktoren auszuschließen oder wenigstens stark zu begrenzen. …

Mit großer Bioklimakarte & 6 ausführlichen Tourentipps (verfügbare Links zum Download von GPX-Tracks etc. s.u.)

 
  • Bischofsgrün
  • Heilklima-Park Hochtaunus
  • Baiersbronn
  • Schönwald
  • Königsfeld
  • St. Blasien

Weitere Reportagen zum Schwerpunktthema dieses Heftes "Heilklimatische Wanderwege":



Weiter geht's in der Print-Ausgabe

Diese Ausgabe ist leider vergriffen.

Ausgabe 140

Mai/Juni 2008