© Klaus-Peter Kappest

Im Land der rabenschwarzen Maulwurfshügel - Auf der Binnenland-Route durch das Cuxland

Ausgabe 140 – Mai/Juni 2008

Deutschland

Berührungsängste mit feuchten Böden scheinen die Maulwürfe im Land zwischen Bremerhaven und Cuxhaven nicht zu haben. Wie wasserverträglich „Grabowski & Co“ sind oder welch glühende Fango-Fans, darüber kann man auf dem Radweg R07 besonders in den Moorpassa

Gestreifte Wiesen und Weiden

Ohne Entwässerungskanäle geht hier gar nichts. Längsgestreift, quer- oder diagonalgestreift – so präsentiert sich das Grünland: Mal sind es ältere schmale Gräben, die die Flächen in gesamter Länge durchziehen. Mal sind es frisch ausgehobene, die noch von der schwarzen, herausgebuddelten Erde begleitet werden. Der Winter ist die Saison, in der sich die Landwirte um das Trockenlegen ihrer Wiesen und Weiden kümmern, damit im Frühjahr alles bestens vorbereitet ist. Und wo das Wasser aus dem Grünland nicht richtig ablaufen kann, weil man die Gräben nicht mehr instand hält, bilden sich Gesellschaften von Moorgräsern, die mit ihren dicken dunkelgrünen Halmen wie überdimensionale Bürstenstreifen in der Landschaft aussehen.

Bei so viel Feuchtigkeit im Boden haben die Bewohner dieses Landes schon immer besondere Sorgfalt bei der Anlage ihrer Höfe und Dörfer walten lassen müssen. Beim Radeln merkt man deutlich, dass die Anhöhen – Ablagerungen eiszeitlicher Gletscher, die sich nur um wenige Meter über dem Land erheben – das geeignete Siedlungsland sind. Hier auf der Geest entstanden kleine Dörfer mit den charakteristischen, roten Backsteinhäusern, von denen manches noch mit einem dicken Reetdach gedeckt ist. Dazu gehören auch die großen Gärten und Grünflächen rund um die Häuser, die den Orten eine Großzügigkeit und Weite geben, so wie sie auch die Landschaft prägt. …

Mit einem Tourentipp: Auf der Binnenland-Route durchs das Cuxland

Die Reportagen zum Titelthema Radwandern in diesem Heft:



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Mai/Juni 2008