© Klaus-Peter Kappest

Franken romantisch: Wasserscheideweg

Ausgabe 141 – Juli/August 2008

Deutschland

Er ist neu, er führt in eine Harmonielandschaft. Er folgt der Wasserscheide zwischen Rhein und Donau. Der Europäische Wasserscheideweg ist ein Wanderspektakel für Stille-Sucher und Fern-Seher.

Eine Perle unter den fränkischen Städten

Brunnen am Gasthaus Wildbad bei Burgbernheim
Brunnen am Gasthaus Wildbad bei Burgbernheim

Ansbach am Beginn des Wasserscheideweges war über Jahrhunderte Residenzstadt der Markgrafen aus dem Geschlecht der Hohenzollern. Das Markgrafenschloss, der Hofgarten und die Orangerie sind Zeugnisse aus dieser Zeit. In den Rokokofestspielen wird die glanzvolle Vergangenheit wieder lebendig. An die einstige Hochburg des Protestantismus erinnern die in Kunstführern mit einem Stern versehenen Kirchen St. Gumbertus und St. Johannis.

Die Bachfestspiele sind eine Huldigung an den genialen Komponisten. Manche Besucher kommen seit Jahrzehnten immer wieder, um sich von der großartigen Kulisse geradezu verzaubern zu lassen. Ein solcher Höhepunkt gleich zu Beginn eines Weitwanderweges sollte dem Wanderer aber nicht die Sorge bereiten, es könne nur noch wenig kommen: Es bleibt erlebnisreich bis zum Ziel.

Der Brunnen am Scheitelpunkt der Gewässer

Das prächtige Gasthaus Lober in Colmberg
Das prächtige Gasthaus Lober in Colmberg

Wenige Kilometer hinter Ansbach erreicht man Elpersdorf. Unmittelbar neben der Kirche mit ihrem teilweise noch spätgotischen Turm steht der so genannte Wasserscheidebrunnen, der zur 700-Jahrfeier des Ortes seine heutige Form erhielt. Einen Besuch ist der Brunnen immer wert, aber ganz besonders schön geschmückt präsentiert er sich zur Osterzeit. Der geographisch bemerkenswerte Punkt, Brauchtum, christlicher Glaube und Wanderglück vereinigen sich dann hier mit der von uns Wanderern so lange herbeigesehnten Frühlingszeit.

An den Donauzuflüssen

Im Quellgebiet des Tiefenbaches liegt das Gasthaus Wildbad
Im Quellgebiet des Tiefenbaches liegt das Gasthaus Wildbad

Alle Täler und ihre umgebenden Höhenzüge, deren Gewässer zur Donau orientiert sind, bezeichnet man als danubisch. Hier sind die Steigungen gering, etwas sumpfig die Talgründe und sehr gemächlich fließen die Bäche. Auf den Wegen um Elpersdorf kann man es erleben. Häufig führt der Weg an Waldrändern entlang, wo der Blick weit reicht, bis ins Altmühltal, zur Alb und zum Hesselberg, deren vorgelagerten Zeugenberg. Die weite Feld- und Wiesenflur wird nur von Gehölzen und einigen Dörfern unterbrochen, deren Häuser sich stilvoll einfügen….



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Ausgabe 141

Juli/August 2008