© Klaus-Peter Kappest

Hansestadt Münster: Handel und Wandel

Ausgabe 141 – Juli/August 2008

Deutschland

Flanieren und Einkaufen – und dies vor geschichtsträchtiger Kulisse: Das spielt sich über viele Jahrhunderte hinweg in den Laubengängen des Prinzipalmarktes in Münster ab. Nirgendwo in der Altstadt wird die historische Dimension der Handelsstadt so deutli

Durch die Straßen der Hansestadt

Abendstimmung am Prinzipalmarkt
Abendstimmung am Prinzipalmarkt

Eine Spurensuche nach der Hansegeschichte Münsters muss auf der Salzstraße beginnen, denn sie ist nicht nur der älteste Handelsweg der Stadt. Hier zeigt sich auch die internationale Bühne, auf der Münster eine Rolle spielte: 1993 wurden zum Stadtjubiläum Steine mit den Wappen aller Hansestädte in den Boden eingelassen. Wichtigster Handelsplatz war einst der Prinzipalmarkt. Im Mittelalter errichteten Kaufleute hier ihre steinernen Häuser, nachdem sie zuvor mit einfacheren Holzhäusern ausgekommen waren. Mit den Steinhäusern im Stil der Gotik und der Renaissance entwickelte sich der Prinzipalmarkt auch zur „guten Stube“ der Stadt.

Charakteristisch für den Straßenzug sind die Laubengänge, in denen Händler ihre Waren einst „unterm Bogen“ feilboten – heute gehören die Geschäfte hier zu den besten Adressen. Die meisten der Fassaden aus hellem Sandstein verraten jedoch, dass sie erst nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs entstanden. Ein schönes Beispiel eines historischen Kaufmannshauses ist das Gebäude mit der Hausnummer 48: Ein malerisch gestalteter Renaissancegiebel schmückt das Gebäude mit den hohen Kreuzstockfenstern.

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Ausgabe 141

Juli/August 2008