© Klaus-Peter Kappest

Kochel- und Walchensee: Märchenkönigreif

Ausgabe 141 – Juli/August 2008

Deutschland

Ludwig II. ließ sich vom Charme dieser Gegend einfangen und auf seinem Lieblingsberg, dem Herzogstand, eine Hütte errichten. Damals ein recht mühsames Unterfangen, den Berg mit Holz und Nägeln bepackt zu erklimmen. Heute ist der Gipfel mit der atemberaube

Voralpengipfel mit großem Alpenblick

Blick auf den Walchensee
Blick auf den Walchensee

Und fast immer ein türkis-blauer See im Vordergrund, der im satten Grün der Landschaft leuchtet. Mit Bergschuhen und Rucksack lassen sich die schönsten Ecken rund um die Luftkurorte Walchensee und Kochel am See am allerbesten erkunden. Im strahlenden Sonnenschein unter wießblauem Himmel und im Hintergrund immer das Glitzern der Seen – da locken die majestätischen Gipfel ganz besonders.

Über den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein werden die Bergfreunde wieder in aller Frühe eine ordentliche Brotzeit in ihren Rucksack packen und die Bergschuhe schnüren. So können sie die Morgenkühle ausnutzen, wenn sie über die ungezählten Wanderwegkilometer die Gipfel des Voralpenlandes bezwingen. Ein richtiger Klassiker ist natürlich der Jochberg. Zu erreichen ist er in 2 Stunden von der Kesselbergpasshöhe, unweit von Kochel am See und Walchensee. Der Weg führt durch den Wald an die Almwiesen der Jocher-Alm bis zum Gipfel in 1.567 m Höhe. Die Aussicht von dort oben ist grandios.

Hochsaison für Bergwanderer – und für Spätaufsteher

Rast auf der Jocher Alm
Rast auf der Jocher Alm

Doch auch alle, die es im Urlaub etwas langsamer angehen lassen, kommen auf ihre Kosten. Denn mit der Herzogstandbahn gelangen auch Langschläfer und Spätfrühastücker komfortabel in die Höhe, um den Blick über die schönsten Alpenpanoramen schweifen zu lassen. So bietet die Bahn allen Wanderern und Ausflüglern vielfältige Möglichkeiten, die Bergwelt zu genießen. Von der Talstation Walchensee überwindet die Kabinenbahn in nur vier Minuten ganze 800 Höhenmeter und bringt ihre Passagiere auf den Fahrenberg mit 1.600 m Höhe.

Spaziergänger erreichen von der Bergstation ganz bequem den Berggasthof Herzogstand, der wiederum eine gute Ausgangsbasis für viele Wanderrouten ist. Der Herzogstandgipfel (1.731 m) ist von hier inklusive Rückweg in rund 1,5 Stunden zu begehen. Auf dem Weg können Wanderer das Karwendel und Wettersteingebirge überblicken und auch den Großglockner und die Stubaier Gletscher im Panorama genießen. Trittsichere und schwindelfreie Berggeher können vom Herzogstandgipfel über den Grat weiter auf den Heimgarten (1790 m) marschieren und von dort über die bewirtschaftete Heimgartenhütte zum Walchensee absteigen – die gesamte Tour dauert etwa 4,5 Stunden. …

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Juli/August 2008