© Klaus-Peter Kappest

Laacher See: Schlafender Vulkan

Ausgabe 141 – Juli/August 2008

Deutschland

Der Laacher See gehört zu dem jüngsten Vulkangebiet Deutschlands. Vor ca. 13.000 Jahren öffnete sich im Nordteil des heutigen Seebeckens ein Schlot, der Bims und Asche auswarf und ganz Mitteleuropa mit einer weißen Aschenschicht bedeckte. Das ist zwar ein

Mofetten im See

Abteikirche Maria Laach
Abteikirche Maria Laach

Heute erinnern am Ostufer des Laacher Sees die so genannten Mofetten, aufsteigende Bläschen mit Kohlendioxid, an die Vulkantätigkeit. Dieses nette Blubbern deutet an, dass der Vulkan hier nur eine Ruhepause eingelegt hat und nicht erloschen ist. Nach dem letzten Ausbruch vor 13.000 Jahren brach hier die Erde in Form einer Caldera ein, wodurch der tiefer liegende See entstand. Mit seinen 3,33 qkm ist er der größte Kratersee der Eifel.

Einer der fünf geologischen Rundwanderwege im Vulkanpark Brohltal / Laacher See führt um den See. Auf 14 km erfährt man nicht nur vieles über die Erdgeschichte und die Aktivitäten der Vulkane, sondern auch wie sich die Menschen mit dieser Landschaft arrangierten. Allen voran die Mönche der berühmten Abtei Maria Laach. So führt der Weg am Südufer auch an einem mittelalterlichen Abfluss-Stollen vorbei, der als Hochwasserschutz für das Kloster diente….



Weiter geht's in der Print-Ausgabe

Diese Ausgabe ist leider vergriffen.

Ausgabe 141

Juli/August 2008