© Klaus-Peter Kappest

Vogtland Panorama Weg: Brückenschläge

Ausgabe 141 – Juli/August 2008

Deutschland

Von den Römern und ihren Aquädukten abgeschaut, schwingen sich zwei historische Ziegelsteinbrücken über die Göltzsch und die Elster. Ihren Platz in der Technikgeschichte hat die Göltzschtalbrücke längst sicher: Sie ist die größte Ziegelsteinbrücke der Wel

Die Göltzschtalbrücke

Göltzschaltalbrücke
Göltzschaltalbrücke

Wie lange braucht man, um 26 Millionen Ziegelsteine zu verbauen? Fünf Jahre mit 1.800 Arbeitern! So geschehen 1846 bis 1851 im Göltzschtal südlich von Greiz. Für die Eisenbahnverbindung zwischen Leipzig und Nürnberg – Teil der ersten Strecke zwischen der Nordsee und den Alpen, die durch die Mittelgebirge führte – blieb nach allen Planungsvarianten für den optimalen Streckenverlauf nur diese Trasse übrig. Hier konnte die maximale Steigung für Dampflokomotiven eingehalten werden. Ein Meter Steigung auf 100 Meter Strecke war die gültige Norm. Zum Überwinden des Göltzschtals benötigte man vier Ebenen von Backsteinbögen. Das architektonische Meisterwerk mit seinen 574 m Länge und einer Höhe von 78 m kann man als Wanderer bestens studieren, denn der Vogtland Panorama Weg® zwischen Greiz und Mylau führt unter der Brücke hindurch.

Die Elstertalbrücke

Im Tal der Weißen Elster
Im Tal der Wießen Elster

Eine Nummer kleiner geriet die Eisenbahnbrücke über das Tal der Wießen Elster nördlich von Plauen. Mit zwei Ebenen großer Backsteinbögen verbindet der Viadukt die waldigen Hänge. 68 m hoch und 279 m lang überspannt er seit mehr als 150 Jahren den Fluss. Während man heutzutage über die Göltzschtalbrücke schnell mit dem ICE fahren kann, erschließt sich ihre „kleine Schwester“ nur langsam. …

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Ausgabe 141

Juli/August 2008