© Klaus-Peter Kappest

Wasserwelten der Uckermark

Ausgabe 141 – Juli/August 2008

Deutschland

Wasser wohin das Auge blickt! Mehr als vierhundert Seen, zahllose Bach- und Flussläufe – dieser Superlativ ist jedoch nicht der einzige, den der größte Landkreis Deutschlands im Norden der Mark Brandenburg zu bieten hat. Mehr als 60 Prozent der Fläche geh

Naturpark Uckermärkische Seen

Rathsee in der Kleinen Heide
Rathsee in der Kleinen Heide

Über dreihundert Gewässer gehören allein schon zu diesem 897 km² großen Naturpark zwischen Prenzlau und Zehdenick. Unbedingt sollten Sie bei Ihren Wanderungen und Entdeckungstouren ein Fernglas mitnehmen! Sonst verpassen Sie vielleicht noch Fischadler oder Kraniche, die nirgendwo in Europa in größerer Zahl brüten. Auch den Eisvogel mit seinem schillernden, türkisblauen Gefieder findet man hier mit ungewöhnlich vielen Exemplaren.

Das geduldige Beobachten wird Sie auch noch mit anderen seltenen Einblicken in die Tierwelt belohnen, denn die Europäische Sumpfschildkröte, der Edelkrebs, Biber und Fischotter sind hier ebenfalls zu Hause. Wie wäre es als Einstieg mit der Sieben-Seen-Wanderung auf dem Woblitz-Rundweg zwischen Lychen und Himmelpfort?

Nationalpark Unteres Odertal

Ruine Gutsgebäude, Kröchlendorff
Ruine Gutsgebäude, Kröchlendorff

Als weiterer Superlativ kann die Uckermark mit dem einzigen Auen-Nationalpark Deutschlands aufwarten. Rund 60 km lang und drei bis fünf Kilometer breit folgt die geschützte Naturlandschaft dem Lauf der Oder von Hohensaaten im Süden bis Gartz im Norden. In diesem Abschnitt darf die Oder ihrer Natur freien Lauf lassen. Das bedeutet, dass von November bis April Tausende Hektar Grünland, Auewälder und Moore meterhoch unter Wasser stehen. Der Vegetation schadet dies nicht – im Gegenteil – sie braucht für ihr Gedeihen auch diese vorübergehenden Wassermengen.

Solch ausgedehnte Überflutungsflächen sind mittlerweile einzigartig in Europa! Die Natur dankt es mit besonderen Schauspielen. So bringt das Frühjahr lärmende Vogelschwärme: Kiebitze, Brachvögel und Kampfläufer kehren in die feuchten Wiesen zurück. Die Sumpf- und Wasserpflanzen entwickeln ihre farbenfrohe Blütenpracht. Jetzt kann auch die Wandersaison starten, weil die Fluten dann die rund 200 km Wanderwege freigeben. Die Radelsaison auf den 120 km Deichen dauert dagegen – je nach Witterung – das ganze Jahr. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Tour über die Deiche und hochwassersicheren Abschnitte des Oder-Neiße-Radweges?...

Mit Tourentipp (Link zum Download des GPX-Tracks etc. s.u.)

7-Seen-Wanderung: Auf dem Woblitz-Rundweg

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Ausgabe 141

Juli/August 2008