© Klaus-Peter Kappest

Blau, Grün, Rot - Radtour rund um das Nordseebad Otterndorf

Ausgabe 142 – September/Oktober 2008

Deutschland

Radeln im Cuxland, das bedeutet Wasser, Wiesen und endlose Weite. Ob beim Blick vom Nordseedeich über das Meer oder über endlose Gräben und sattgrünes Weideland, bis zum Horizont dominieren die Farben Grün und Blau die Szenerie. Manchmal unterbrochen von

Galerie-Holländermühle in Osterbruch mit Mühlenmuseum
Galerie-Holländermühle in Osterbruch mit Mühlenmuseum

Zahlreiche Radfernwege treffen sich im Land zwischen Nordsee, Weser und Elbe. Allen voran der längste ausgeschilderte Radweg der Welt, der Nordseeküstenradweg, der auf über 6.000 km durch acht Länder führt: immer entlang der Nordsee. Wer weniger Zeit hat, dem sei der Rund-Radwanderweg Nr. 3 um Otterndorf empfohlen. Der verläuft auf 49 km rund um das quirlige Nordseebad und trifft dabei auf „Berühmtheiten“ wie den Elberadweg (Dresden-Cuxhaven), den Elbe-Weser-Radweg (Otterndorf-Bremen) und eben jenen legendären Nordseeküstenradweg, auf dem man durch Dänemark, Schweden, Norwegen, Schottland, England, Belgien und die Niederlande und zurück nach Deutschland radeln kann. Im nur 18 km entfernten Cuxhaven machen zwei weitere Radfernwege – der Weser-Radweg von Hann. Münden nach Cuxhaven und der Radwanderweg „Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer“ – die „Versammlung prominenter Radwanderwege“ komplett.

Deich-Land-Fluss

Beim Start zur Radtour auf dem Rundweg Nr. 3 müssen wir uns erst einmal von der gemütlichen Otterndorfer Altstadt losreißen. Direkt hinterm Deich liegt die 18 km breite Elbemündung. Stundenlang könnten wir den Ozeanriesen zuschauen, die von hier aus ins offene Meer fahren. Zwischen Kanal und Deich, quirliger Altstadt und verschlafenen Dörfern, radeln wir auf 49 abwechslungsreichen Kilometern durch das nördliche Cuxland. Die Tour sollte eigentlich in drei bis vier Stunden zu schaffen sein. Wir benötigen allerdings fast die doppelte Zeit – zu viele schöne Fleckchen liegen am Weg und laden zum Verweilen und Besichtigen ein.

Tour der Kontraste

Ein Ausflug von der Vergangenheit in die Gegenwart ist in diesem Teil des Cuxlandes kein Problem. Otterndorf besitzt bereits seit dem Jahr 1400 das Stadtrecht, im historischen Ortskern entführen die liebevoll restaurierten Fassaden der alten Stadthäuser ins späte Mittelalter und in den Barock. Am gemütlichsten ist es hier, wenn der Wochenmarkt in Otterndorf oder der Landfrauenmarkt in Ihlienworth stattfindet. Dann werden landwirtschaftliche Produkte, Brot, Wurst, Tee, Seife, Blumen, Töpferwaren, Handarbeiten und vieles mehr aus der Region und eigener Herstellung angeboten. Auch in Neuhaus erstrahlen der Alte Hafen und der historische Ortskern mit dem alten Kornspeicher (Heimatmuseum) in frisch restauriertem Backsteinkleid. Im Strandbad von Otterndorf geht es modern und lebendig zu. Die Ferienanlage rund um den Süßwassersee „Achtern Diek“ ist ein El Dorado für Wassersportfans und Sonnenanbeter. …



Weiter geht's in der Print-Ausgabe

Diese Ausgabe ist leider vergriffen.

Ausgabe 142

September/Oktober 2008