© Klaus Hurtienne

Der Atem des Bastenbergs - Bergbauspuren am Bestwiger Panoramaweg

Ausgabe 142 – September/Oktober 2008

Deutschland

Entdecken Sie das Sauerland als eine traditionsreiche Bergbauregion! Die Landschaft ist heute noch voller Spuren davon. Nicht nur in Ramsbeck und Werdern stößt man auf Zeugnisse des historischen Wirtschaftslebens, auch die Wälder sind voll davon. Pingen,

Sein „Kind“

Historischer Kamin am Bastenberg
Historischer Kamin am Bastenberg

Es ist schon ein seltenes Vergnügen, mit dem „Vater“ eines Fernwanderwegs zu wandern. Reinhard Schmidtmann – quasi am Wegesrand in Heringhausen geboren – kennt das Valmetal und das Ruhrtal um Bestwig wie seine Westentasche. 2003 konnte er nach jahrelanger Vorarbeit und viel eigenhändiger Markierung seinen Bestwiger Panoramaweg eröffnen. Auf der 60 km langen Runde geht es über die Höhen des Bestwiger Feriengebiets, schönste Fernblicke über Berge und Täler des Sauerlands, aber auch hinunter bis ins platte Land Westfalens, gehören dazu. Trotz der tragischen Auswirkungen hatte Kyrill auch sein Gutes, denn der Orkan steuerte zusätzliche Aussichtspunkte bei. Und so kann man auf der Runde von Bestwig über Föckinghausen, Velmede, Ramsbeck, Heringhausen, Ostwig und zurück nach Bestwig jeden Ort aus der Höhe sehen.

Themen am Wegesrand

Der denkmalgeschützte Junkernhof in Ramsbeck
Der denkmalgeschützte Junkernhof in Ramsbeck

Bergbau ist das große Thema in dieser Landschaft, denn seit 2.000 Jahren – kritische Montanarchäologen meinen „seit mindestens 1.000 Jahren“ – wurden rund um Ramsbeck Blei, Zink und etwas Silber abgebaut. Viele Spuren dieses Wirtschaftszweigs, der hier bis 1974 das Leben prägte, sind am Wegesrand zu sehen. In anderen Abschnitten des Panoramawegs steht mehr die Landwirtschaft im Vordergrund, gibt es noch das eine oder andere alte Bauernhaus aus Fachwerk zu sehen. Aber das vielleicht prächtigste Gehöft, der Junkernhof aus dem Jahre 1744, befindet sich in der Bergwerksgemeinde Ramsbeck. Das Nachbardorf Heringhausen rühmt sich heutzutage, „Hauptstadt der Weihnachtsbäume“ zu sein. Auch ein Indiz für schöne Panoramablicke! Schließlich werden die Tannenbäumchen geschlagen, bevor sie als grüne Wand eine Aussicht verstelle

Lore vor dem Baudenkmal Kamin
Lore vor dem Baudenkmal Kamin

Ein Genuss für die Nase ist es, an Nobilis-Tannen vorbeizuwandern. Diese duften auffallend stark und besonders kräftig, wenn man Äste für Gestecke abgeschnitten hat. Die Bäume ertragen dies und sehen eine Zeit lang aus wie überdimensionale Flötenputzer in der Landschaft. …

Mit ausführlichem Ramsbecker Bergbauruine-Tourentipp

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September/Oktober 2008