© Klaus-Peter Kappest

Im Süden der Rhön - Auf dem Hochrhöner von Bad Kissingen zum Kreuzberg

Ausgabe 142 – September/Oktober 2008

Deutschland

In Bad Kissingens Kurpark blüht es in den üppigsten Farben und Formen. Ein buntes Völkchen – Kurgäste, Wanderer, Spaziergänger und spielende Kinder – genießt den sonnigen Nachmittag im Freien bei Eis, Kaffee oder einfach mit einem guten Buch auf der Parkb

Entdeckungen

Herbstdämmerung am Kreuzberg
Herbstdämmerung am Kreuzberg

Der Hochrhöner bereichert seit 2006 die Wanderlandschaft der Rhön. Auf 180 Kilometern zieht sich der Prädikatsweg Wanderbares Deutschland von Bad Kissingen im Süden bis nach Bad Salzungen im Norden durch das „Land der offenen Fernen“. Auch die begehrte Auszeichnung als „Premiumweg“ wurde dem Hochrhöner vom Deutschen Wanderinstitut in Marburg verliehen. Strenge Kriterien wie naturbelassene Wege, attraktive Streckenführung, eine gute Wanderinfrastruktur und sehenswerte Etappenziele liegen dem Qualitätssiegel zugrunde. Wasserkuppe, Fuldaquelle, Milseburg, Steinwand – die Liste der spektakulären Landmarken ist lang. Bereits 1991 wurde die Rhön von der UNESCO als eines von 14 deutschen Biosphärenreservaten anerkannt, um den Schutz, die Pflege und Entwicklung dieses außergewöhnlichen Mittelgebirges zu sichern. So bleiben nicht nur wertvolle Naturgüter erhalten, sondern auch die weitreichenden Ausblicke und die offenen Landschaften, welche die Rhön – nicht nur für Wanderer – so besonders machen.

Himmlischer Beistand

Aufstieg zur Wasserkuppe
Aufstieg zur Wasserkuppe

Nach dem Verlassen des Tals der fränkischen Saale wird der Wald langsam dichter. Auf weichen Pfaden schlängeln wir uns vorbei am Altenberger Haus und am ehemaligen Forstamt Klaushof mit Wilggehege und Waldlehrpfad. Vom Forsthaus Hermannsruhe genießen wir die Aussicht nach Frauenroth und zu den Schwarzen Bergen. Immer wieder begegnen uns die steinernen Bildstöcke, die für den südlichen Teil der Rhön so typisch sind. In Zeiten, in denen das Gehen noch Fortbewegungsmittel Nummer eins und der Glaube noch tief in den Menschen verwurzelt war, bedeuteten Wegkreuze und Bildstöcke Schutz vor Gefahren und geistlichen Beistand am Weg. Jedes Exemplar hat eine eigene, teils jahrhunderte alte Geschichte, und auch für weniger religiöse Wanderer stellen sie interessante Wegpunkte dar. In Frauenroth lohnt eine Besichtigung der Klosterkirche, bevor die Wanderung weiter in Richtung Premich und Langenleiten am Fuß des Kreuzberges geht. …

Weitere Reportagen zum Titelthema "Herbstzeit - Kastanien, Pilze und Blätter im Farbenrausch" in diesem Heft:



Weiter geht's in der Print-Ausgabe

Diese Ausgabe ist leider vergriffen.

Ausgabe 142

September/Oktober 2008