© Klaus-Peter Kappest

Ostbayern: Kein Wald wie sonst einer...

Ausgabe 142 – September/Oktober 2008

Deutschland

Kein Wald wie sonst einer... das jedenfalls meinte Georg Britting, der schrieb: „Er ist so schwarz wie sonst keiner...!“ Wild und unnahbar. Das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas. Menschen der vergangenen Jahrhunderte mutete das Waldgebirge an de

Auf dem Goldsteig vor dem Großen Arber
Auf dem Goldsteig vor dem Großen Arber

Mehr als 130 Gipfel, höher als 1.000 m, bilden die Wogen eines riesigen Waldmeeres. Parallel zur Donau verläuft der vordere Berg- und Waldkamm, dem munteren Auf und Ab dahinter folgt der finale Hauptkamm über dessen einsame und wilde Gipfel die „Haute Route“ des Bayerischen Waldes, der wildeste Abschnitt des neuen Goldsteigs, führt. Etwas offener kommt die südliche Variante des Goldsteigs von Oberviechtach über Falkenstein, St. Englmar nach Passau daher. Ein abwechslungsreiches Wandervergnügen in mehreren Akten.

Die Urlandschaften im Nationalpark..

Die Hängebrücke in der Buchberger Leite
Die Hängebrücke in der Buchberger Leite

…sind beeindruckend. Auf 130 qkm finden sich aufgelassene Hochalmen, einzigartige Hochmoore, wilde Bäche, gewaltige Felsen und gigantische Blocksteinmeere. Schachten nennt man die alten Stier- und Jungviehweiden der Bergbauern, Filze die kostbaren Moorareale. Wieviel anders zeigt sich der Bayerische Wald unterhalb der acht Tausender am Lamer Winkel oder rund um den Hohenbogen bei Waldmünchen. Im Vorderen Wald präsentiert sich das Wanderparadies als riesiger Flickenteppich aus satten Bergwiesen, fruchtbaren Wiesentälern, urigen Dörfern und waldreichen Höhenzügen. Wie ein langgestreckter Sonnenbalkon überragt der vordere Bayerwaldkamm das Donautal. Einzigartige Fernsichten, durchsetzt mit kleinen Schluchten. Richtung Südosten, im Passauer Winkel, öffnet sich der Bayerische Wald zur sanften Buckelwelt voller bäuerlicher Tradition.

Stein- und Flüssereich…

Auf dem Friedhof von Rinchnach
Auf dem Friedhof von Rinchnach

…ist der Bayerische Wald. Ilz und Regen fließen der Donau zu. Der Regen leistet sich zwei Quellarme. Der Wieße Regen entspringt am kleinen Arbersee zu Füßen des Großen Arbers. Der Schwarze Regen entsteht aus Kleinem und Großen Regen bei Zwiesel. Die Ilz trägt den Beinamen der schwarzen Perle des Bayerischen Waldes. Sie entspringt zwischen Rachel und Lusen und hat ein Gefälle von 780 Höhenmetern, bevor sie der Dreiflüssestadt Passau zum Alleinstellungsmerkmal und der Donau zu weiterem Wasserreichtum verhilft. Grandiose Schluchten wie die Buchberger Leite verdanken der gewaltigen Erosionskraft tosender Wassergewalten ihre Dramatik. Zahmer ist die Chamb, deren Name keltischen Ursprungs ist und die Orten wie Cham, Chammünster, Chameregg, Chamerau oder Eschlkam Namenshilfe leistete. …

Weitere Reportagen zum Schwerpunktthema Bayerischer Wald in diesem Heft:



Weiter geht's in der Print-Ausgabe

Diese Ausgabe ist leider vergriffen.

Ausgabe 142

September/Oktober 2008