© Klaus-Peter Kappest

Von Donauwörth in den Pfaffenwinkel - Herbstliches Wandervergnügen zwischen Donau und Alpen

Ausgabe 142 – September/Oktober 2008

Deutschland

Die Romantische Straße im klaren Licht und in der Farbenpracht des Herbstes zu entdecken, ist ein unvergleichlicher Genuss. Orte mit malerischen Dachlandschaften hinter Türmen, Toren und Zinnen und draußen in der Landschaft Bauernhöfe, Wallfahrtskirchen,

Vogelperspektive auf Donauwörth

Blick auf Donauwörth
Blick auf Donauwörth

Mit einer respektablen Stadtsilhouette lockt Donauwörth den Wanderer schon aus der Ferne: Alles überragt der Turm des gotischen Liebfrauenmünsters mit seinen 57 Metern. An den Wochenenden im September kann man ihn bei einer Turmführung ersteigen und aus luftiger Höhe Stadtgeschichte studieren. Der Blick nach Südosten fällt auf die Wörnitzinsel Ried – hier begann mit der Fischerinsel die Karriere von Donauwörth. Auf dem Weg zur Altstadtinsel wird im Rieder Tor, heute Haus der Stadtgeschichte, die Historie der alten Freien Reichsstadt präsentiert. Doch der Blick über die Dächer erzählt schon Bände. Zu unseren Füßen zieht sich die Reichsstraße als altehrwürdige Hauptstraße – einst zwischen den Reichsstädten Augsburg und Nürnberg – gen Osten. Unter einem hohen gotischen Dachstuhl verbirgt sich das Tanzhaus, der alte Festsaal der Bürger.

Radelvergnügen Romantische Straße
Radelvergnügen Romantische Straße

Daneben erhebt sich das Stadtkommandantenhaus mit einem viergeschossigen Treppengiebel. Das älteste urkundlich bezeugte Haus von Donauwörth aus dem Jahre 1297 ist das heutige Café Engel. Der Stadtzoll sorgte dafür, dass sich der Stadtsäckel füllte und die Bürgerschaft sich davon u. a. ein stattliches Rathaus bauen konnte. Rechter Hand auf dem Weg zur Riedinsel sieht man aus Fachwerk errichtet das Baudrexlhaus mit seiner Wetterfahne von 1592. Vollenden wir unseren Bogen aus der Vogelperspektive, führt uns der Blick entlang der Stadtmauer am Wörnitzufer zur barocken Kloster- und Wallfahrtskirche Heiligkreuz.

Zeitreise in Augsburg

Schloss Hohenschwangau
Schloss Hohenschwangau

Wussten Sie, dass Kaiser Augustus Augsburg – alias Augusta Vindelicum – als Hauptstadt Rätiens gründete? Die günstige Lage im römischen Straßennetz am Schnittpunkt wichtiger europäischer Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen und damit am Übergang über die Alpen sollte auch bei den Handelswegen des Mittelalters ihre Bedeutung behalten. Erst recht im 15. und 16. Jh. War Augsburg eine Handels- und Finanzmetropole von europäischem Rang, daneben eine Stadt der Kaiser und der Reichstage. Eng verknüpft ist jene Blütezeit mit den Bankiersfamilien der Fugger und Welser.

Morgendämmerung im Pfaffenwinkel
Morgendämmerung im Pfaffenwinkel

Wohl kaum eine Stadt Deutschlands kann heute noch mit solch zahlreichen wie repräsentativen Renaissancebauten aufwarten wie Augsburg. Flanieren Sie einmal zwischen den beiden Ulrichskirchen und dem berühmten Rathaus, das Elias Holl 1615 bis 1620 errichtete. …



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Ausgabe 142

September/Oktober 2008