© Klaus-Peter Kappest

Wandern zwischen 18 Viertausendern - goldener Herbst im Saastal

Ausgabe 142 – September/Oktober 2008

Schweiz

Wenn im Herbst die Saison fürs Gipfelstürmen vorbei ist, nimmt man die eindrucksvollen Fels- und Eisriesen eben als Kulisse für genussvolle Wanderungen. Bis die ersten Schneeflocken im November fallen, ist Wandersaison im Saastal. Und bei statistisch 30

Farbrausch Lärchenwald

Herbstliches Saas-Fee
Herbstliches Saas-Fee

Der Herbst bietet ein farbenprächtiges Naturschauspiel im Saastal: rot- bis goldgelbe Lärchenwälder ziehen sich über die Hänge, darüber erheben sich die majestätischen Berggipfel, von denen der erste frische Schnee leuchtet, und über allem strahlt vom blauen Himmel die Sonne, die noch erstaunlich viel Wärme produziert. Eine traumhafte Kulisse für Wanderer und Fotografen! Durch den höchstgelegenen Lärchenwald Europas führen eine Reihe attraktiver Höhenwege, mal etwas darüber hinausreichend, dann wieder in die grüneren Regionen hinunter führend – so zum Beispiel der ca. fünfstündige Höhenweg von Gspon nach Saas-Grund. Mit dem Bus fährt man nach Stalden. Von dort hilft die Luftseilbahn zum steilen Bergdorf Gspon (1.893 m) hinauf. Dann geht es hoch über dem Saastal taleinwärts, die malerische Herbstkulisse mit dem Alla- linhorn vor Augen. Über Siwibode und Grüebe gelangt man zum Kreuzboden (2.400 m), von wo man entweder zu Fuß oder mit der Gondelbahn hinunter nach Saas-Grund gelangt. Wenn sich der Schnee noch etwas Zeit lässt, sollte man die etwas anspruchsvollere Höhenwanderung Felskinn – Britannia – Plattjen unternehmen. Mit schönstem Panorama und der Überquerung des Chessjengletschers, für die kein Bergführer nötig ist, bewegt man sich in einer Höhe rund um die 3.000-Meter-Linie.

Lebensadern Suonen

Biken, Bergluft und tolle Ausblicke
Biken, Bergluft und tolle Ausblicke

Und wenn es oben schon zu viel Schnee gibt, empfiehlt sich die zweistündige Wanderung auf dem Suonenweg zwischen Saas-Almagell und Saas-Grund. Mit viel Aufwand wurde dieser Weg entlang der Bewässerungskanäle im Frühjahr 2008 wieder instand gesetzt. Es mag angesichts der Eisriesen erstaunen, dass es auf den Talhängen an Wasser mangelt, dafür verantwortlich sind 300 Sonnentage pro Jahr. …

Weitere Reportagen zum Titelthema "Herbstzeit - Kastanien, Pilze und Blätter im Farbenrausch" in diesem Heft:



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Ausgabe 142

September/Oktober 2008