© Klaus-Peter Kappest

Sonne, Mond & Ruhrgebiet: Der Landschaftspark Hoheward

Ausgabe 143 – November/Dezember 2008

Deutschland

Schon lange stehen die Förderanlagen still. Wo einst Schlote rauchten, ziehen sich Wander- und Radwege durch rekultivierte Grünflächen. Ehemalige Stahlhütten wurden zu Landschaftsparks und kulturellen Zentren umgebaut, Schornsteine dienen als Kletterwände

Hoch hinaus: das Horizontobservatorium auf der Halde Hoheward
Hoch hinaus: das Horizontobser-vatorium auf der Halde Hoheward

Wir befinden uns im Landschaftspark Hoheward, nahe der Stadt Herten im nördlichen Ruhrgebiet. Die europaweit größte Haldenlandschaft bietet heute nicht nur unvergleichliche Ausblicke, sondern macht auch den Strukturwandel mit all seinen spannenden Facetten erlebbar. Mittelpunkt des Landschaftsparks ist die 160 ha große Bergehalde Hoheward, deren zentrales Thema die Horizontastronomie ist.

Himmelsstürmer

Sagenhaft: Die riesige Brücke in Form eines Drachens verbindet den Landschaftspark mit der Stadt
Sagenhaft: Die riesige Brücke in Form eines Drachens verbindet den Landschaftspark mit der Stadt

„Da ist der Obelix! Ich hab ihn zuerst gesehen!“ Luis ist ganz aus dem Häuschen. „Der Obelix“ ist eine 9 m hohe Steinsäule – ein Obelisk, der als Herzstück, Zeiger und Schattenwerfer einer riesigen Horizontalsonnenuhr dient. Der Landschaftspark Hoheward vereint Natur und Technik in ungewöhnlicher Art und Weise. Die Narben ehemaliger Bergwerksanlagen wurden nicht versteckt und übertüncht, sondern mit in die Gestaltung der neuen Landschaft einbezogen. Grünflächen und Parks kontrastieren auf mehreren Ebenen der ehemaligen Zechen- und Werksflächen mit den Spuren der industriellen Vergangenheit.

Neue Horizonte

Zeitmesser im Großformat: die Horizontalsonnenuhr im Landschaftspark Hoheward
Zeitmesser im Großformat: die Horizontalsonnenuhr im Landschaftspark Hoheward

Direkt neben der Sonnenuhr, auf dem obersten Plateau der Halde, entsteht zurzeit ein einmaliges Horizontobservatorium. Zwei riesige, präzise ausgerichtete Metallbögen wölben sich zu einer 45 m hohen Halbkugel mit einem Durchmesser von 95 m. Mit Hilfe dieser Bögen, die den Ortsmeridian bzw. den Himmelsäquator darstellen, können die Himmelsbahnen von Sonne, Mond und Sternen beobachtet und die Zusammenhänge von Sonnenlauf, Zeit und Jahreszeiten verdeutlicht werden. …

Die Reportagen zum Schwerpunktthema Planetenwanderwege in diesem Heft:



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Ausgabe 143

November/Dezember 2008