© Klaus-Peter Kappest

GPS-Wandern: Präzise, preiswert, faszinierend

Ausgabe 144 – Januar/Februar 2009

Know How

So einfach wie bei der KFZ-Navigation ist es noch nicht. Wer sich auf digitale Wanderungen begeben möchte, kann zwar inzwischen präzise, leistungsfähige und robuste GPS-Geräte kaufen, aber es mangelt noch an den Inhalten. In der Einarbeitungszeit ist etwa

Wandern mit GPS

Ergänzen sich gut: Karte und GPS-Gerät
Ergänzen sich gut: Karte und GPS-Gerät

Die Planung am Computer eröffnet faszinierende Möglichkeiten: Jeder Weg kann mit der Maus als Linie auf der Bildschirmkarte eingezeichnet werden, Höhendiagramme und 3 D-Flüge sind möglich. Mit etwas Übung ist die Tagestour in 20 Minuten fertiggestellt und wird dann per Kabel auf das GPS-Gerät übertragen.

Auf Tour: Kein Orientierungsproblem mehr

Praxistest: Das Wandermagazin-Team in Aktion
Praxistest: Das Wandermagazin-Team in Aktion

Der Wegeverlauf erscheint auf dem GPS-Gerät als Linie, der man auch ohne Sprachansage metergenau folgt, die immer Gewissheit gibt, auf dem richtigen Weg zu sein. Abweichungen von der geplanten Strecke werden spätestens nach etwa 50 Metern Differenz deutlich, auch Umwege sind möglich. GPS-Geräte zeichnen die zurückgelegte Strecke auch auf, man kann sie also im Notfall auch wieder zurückverfolgen. Diese Aufzeichnung eignet sich später hervorragend zur Dokumentation der Tour und kann am PC nachträglich bearbeitet werden.

Bessere Technik, günstigere Preise

Der Draht nach oben: Die Empfangsqualität der Geräte verbessert sich stetig
Der Draht nach oben: Die Empfangsqualität der Geräte verbessert sich stetig

Mit der Einführung der neuen hochempfindlichen GPS-Chips in die bewährte Garmin-Etrex-Serie hat das Einsteigermodell Etrex H für etwa 90 € inzwischen hervorragende Empfangsqualität, auch im dichten Laubwald, in Städten und im Gebirge. Der Etrex Vista HCx für 220 € verfügt über ein sehr gutes Farbdisplay, barometrischen Höhenmesser, elektronischen Kompass und kann Garmin-Karten anzeigen. Garmins neuer Oregon hat ein sehr bedienerfreundliches Touchscreen-Display, erweiterte Speichermöglichkeiten, neue Karten. Magellans neue Triton-Geräte liegen zwischen 150 und 600 €, haben einen hochempfindlichen SirfIII-Chip, Farbdisplays und sind ausnahmslos kartenfähig.

Wermutstropfen Karten

Beim Blick aufs Display nicht die Aussicht vergessen!
Beim Blick aufs Display nicht die Aussicht vergessen!

Leider sind die speziellen Karten für Garmin- und Magellangeräte relativ kostspielig, insbesondere wenn mehrere Länder gewünscht sind. Für die Planung am PC hingegen gibt es inzwischen die Topographische Karte 1:25.000 von ganz Deutschland von mehreren Anbietern, z.B. als ADAC-TourGuide schon für 80 € (s. S. 65). Einsteiger können für etwa 50 € von MagicMaps ein oder zwei Bundesländer im Maßstab 1:25.000 erwerben, oder die bewährten TOP50-Karten der Landesvermessungsämter. Alle digitalen Karten enthalten auch eine Planungssoftware. Fortgeschrittene GPS-Anwender greifen zu Planungsprogrammen wie Touratech QV, welches zahlreiche digitale Karten, Formate und auch eigene gescannte Karten lesen kann…(weiter geht’s im Heft)

Weitere Beiträge zum Thema GPS-Wandern in diesem Heft:



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Ausgabe 144

Januar/Februar 2009