© Klaus-Peter Kappest

Vorsicht Sonne!

Ausgabe 146 – Mai/Juni 2009

Know How

Mit steigenden Temperaturen und höher stehender Sonne zieht es die Menschen spätestens ab Mai ins Freie. Wanderungen werden geplant, Ausflugslokale haben Terrassen und Gärten geöffnet, Freibäder locken. Regelmäßig wird zu dieser Jahreszeit jedoch die Kraf

Bevor man es richtig bemerkt, ist es passiert: Der erste schmerzhafte Sonnenbrand des Jahres. Denn noch tragen wir unsere „Winterhaut“ spazieren, die Pigmentierung der Haut ist schwach. Anders als im August oder gar im September ist sie noch keine Sonne gewohnt. Ein bewusstes Freizeitverhalten im Umgang mit der Sonne sollte selbstverständlich sein, denn die Haut vergisst keinen Sonnenbrand.

Dermatologen bestätigen, dass die Häufigkeit frühzeitiger Hautalterung und die Zahl von Hautschäden sowie Hautkrebs seit Jahrzehnten gravierend zunehmen. Wesentlicher Grund: die Gleichsetzung intensiver Hautbräunung mit Sportlichkeit, Schönheit und guter Gesundheit. Zudem hat seit Ende der 60er Jahre die Verdünnung der Ozonschicht in der Stratosphäre über uns zu einem oft erhöhten UV-Anteil der Sonnenstrahlung geführt.

Auf Kleidung und Hautpflege achten

Plant man also eine Wanderung bei Sonne, lohnt es sich vorher an ausreichend Schutz zu denken, d.h. also luftige, den Körper weitgehend bedeckende Kleidung, einen Schatten spendenden Hut oder eine Mütze und für die unbedeckte Haut eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Sonnencremes benötigen mindestens 30 Minuten bis zur vollen Wirkung. Und fürs Baden gilt: Nur „extra wasserfest“ bedeutet, dass der Schutz anschließend noch einigermaßen gegeben ist. Kleinkinder bis zwei Jahre sollten generell in der Mittagszeit nie direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein.

Sich über UV-Index informieren

Die UV-Index-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD)
Die UV-Index-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD)

Die „UV-Index-Vorhersage“ gibt Auskunft, wie hoch die Sonnenbrandgefährdung ist und welche Eigenschutzzeit die Haut hat. Der Index gilt für alle Hauttypen und wird vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strahlenschutz für verschiedene Regionen Deutschlands, Europas und der Welt vorhergesagt. Die nach oben offenen Skala nimmt in Deutschland meist Werte zwischen 0 und 8, in den höheren Lagen der Alpen auch von 9 bis 10 an. Bereits ab Stufe 4 sind Schutzmaßnahmen bei sonnenungewohnter Haut zu empfehlen, ab Stufe 6 erforderlich. Aktuelle Vorhersagen und weitere Infos im Internet.

www.uv-index.de


Gerhard Lux
Gerhard Lux

Der Autor: Gerhard Lux (geb. 1953) studierte Meteorologie, Geophysik und Mathematik in Frankfurt am Main und ist seit 1980 beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach beschäftigt. Dort arbeitete er im Vorhersagedienst, als Klima-Gutachter, Key-Accounter sowie als Qualitätsmanager. Zugehörigkeit zu nationalen und internationalen Normenausschüssen. Veröffentlichung zahlreicher Fachartikel über Wetter und Klima. Zur Zeit ist er Pressereferent und Sprecher des DWD. Seine bevorzugten Wandergebiete: Kellerwald und das Wallis/Schweiz



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Mai/Juni 2009